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Geschrieben von Eraserhead am 15 Jan, 2020 um 14:29 59:

Das war nicht meine Frage.
mannitheear hat geschrieben, dass das Signal "auf 80 Hz gefiltert" wird. Ich habe das so verstanden, dass die Subs an der Rückwand nur Frequenzen tiefer 80 Hz zugespielt bekommen und in diesem Bereich Reflexionen verhindern (bzw. diese ausgelöscht werden).

Angenommen der Bereich zwischen 40 Hz und 60 Hz macht keine "Probleme", damit meine ich am Hörplatz habe ich einen korrekten Verlauf. Dann würden die Subs in diesem Bereich zu einer Verschlechterung führen, weil in diesem Bereich die (gewollte) Reflexion genauso verhindert wird, wie im Problembereich. Ist das richtig so?
Oder kann ich in dem miniDSP (was immer das sein mag), einzelne Frequenzbereiche angeben?


Geschrieben von cay-uwe am 15 Jan, 2020 um 15:41 34:

Die Bereiche, die "gut" sind bleiben unagetastet. Nochmal das verhält sich so als ob man die Lautsprecher in einen unendlich großen Raum aufstellen würde. In so einen Raum gibt es keine Raumeinflüsse.

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Happy listening, Cay-Uwe

Gewerblicher Teilnehmer
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Geschrieben von Eraserhead am 15 Jan, 2020 um 15:46 10:

Die Bereiche, die "gut" sind, sind aber ein Resultat der Raumeinflüsse. Wenn ich die Reflexion verhindere, dann sollte das in diesem Bereich zu einer Verschlechterung führen.
Anders ausgedrückt: An dieser Stelle in meinem Hörzimmer ist die Reflexion erwünscht, weil der Verlauf passt.


Geschrieben von mannitheear am 15 Jan, 2020 um 15:53 47:

Zitat:
Original von Eraserhead
Das war nicht meine Frage.
mannitheear hat geschrieben, dass das Signal "auf 80 Hz gefiltert" wird. Ich habe das so verstanden, dass die Subs an der Rückwand nur Frequenzen tiefer 80 Hz zugespielt bekommen und in diesem Bereich Reflexionen verhindern (bzw. diese ausgelöscht werden).

Angenommen der Bereich zwischen 40 Hz und 60 Hz macht keine "Probleme", damit meine ich am Hörplatz habe ich einen korrekten Verlauf. Dann würden die Subs in diesem Bereich zu einer Verschlechterung führen, weil in diesem Bereich die (gewollte) Reflexion genauso verhindert wird, wie im Problembereich. Ist das richtig so?
Oder kann ich in dem miniDSP (was immer das sein mag), einzelne Frequenzbereiche angeben?


Ein korrekt abgestimmtes DBA richtet nach meinem Verständnis in dem Bereich, der nicht korrigiert werden müsste auch keinen Schaden an.

Korrekt abgestimmt heißt:


Diese berechnet sich lt. Wikipedia nach der Formel: fc = c / (2 * d)
mit Schallgeschwindigkeit (=340 m/s)
und d: Abstand zwischen den Tieftönern (=2,3 m wie bei mir)
ergibt sich ein fc von ca. 74 Hz!


Passt also gerade so alles bei mir!

Wenn ich Probleme nur unter 50 Hz hätte würde ich wahrscheinlich das hintere Array noch tiefer filtern.

Mit dem miniDSP lässt sich einiges machen wie diverse Crossover Filter und parametrische EQs, Delay, Routing und man kann auch (selbst kreierte) IIR und FIR Filter verwenden.


Geschrieben von cay-uwe am 15 Jan, 2020 um 15:55 12:

Theoretisch müsste sich im Bass die Übertragung der Box im Freifeld einstellen. Bezogen auf die Extremi würde es heißen, sie müsste sehr linear bis ca. 40Hz gehen und erst darunter fällt der Pegel ab.

Wie man an den Messungen von Manfred sieht, geschiet das recht samft, der Pegel fällt ab ca. 30Hz kontinuierlich ab. Das müsste etwas stärker sein, nämlich mit 24dB / Oktave. Das dem nicht so ist rührt daher, dass die Theorie des DBA besagt, dass alle eingesetzten Subwoofer gleich sein sollten. Das ist bei Manfred nicht der Fall und daher ergibt sich eine Erweiterung im Bass bis ca. 25Hz. Man müsste die eingesetzten Subwoofer der Charakteristik der Extremi anpassen, damit es optimaler verläuft. Das ist was Manfred mit weiteren Tipps von mir gemeint hat.

Das ist soweit nicht schlimm, denn sein größtes Problem ist der fehlende Kickbass gewesen, der nun ideal verläuft.

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Happy listening, Cay-Uwe

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Geschrieben von mannitheear am 15 Jan, 2020 um 16:01 44:

Zitat:
Original von Eraserhead
Die Bereiche, die "gut" sind, sind aber ein Resultat der Raumeinflüsse. Wenn ich die Reflexion verhindere, dann sollte das in diesem Bereich zu einer Verschlechterung führen.
Anders ausgedrückt: An dieser Stelle in meinem Hörzimmer ist die Reflexion erwünscht, weil der Verlauf passt.

Hm, müsste man ausprobieren und ggf. könnte man z.B. den "guten" Bereich durch einen parametrischen EQ im miniDSP absenken.


Geschrieben von Achim65 am 20 Feb, 2020 um 14:47 49:

Augenzwinkern Hörsession bei Manfred

Gestern war ich mal wieder in Sachen Wohlklang bei Manfred.

Die Extremi habe ich klanglich anders in Erinnerung gehabt.
Ich habe im positiven Sinne einige Veränderungen wahrnehmen können.

Ein Unterschied ist für mich zu erkennen gewesen, wenn der Bass nicht dominant, sondern sehr gut eingebunden wiedergegeben wird.
Er tritt quasi in den Hintergrund, ohne dabei zurückzubleiben, schön eingebunden in die Wiedergabe der Aufnahme.

Mit dem Lector war das doch ab und zu too much.

Die Höhen sind gefällig und wahnsinnig gut aufgelöst, alles mit der gewissen Luft zwischen den Instrumenten und dem Gesang, absolut schön ohne zu nerven.

Insgesamt löst sich die Musik exzellent von den Lautsprechern, eine grosse Bühne sehr nahe vor mir, die Instrumente sind präzise ortbar, ebenso der Interpret.

Ich habe es gestern gegenüber Manfred schon angedeutet, in dieser Präzision und Gefälligkeit habe ich Musik noch nicht hören können.

Und das nicht im Sinne von steril und heruntergespult.
Sondern in einer ganzheitlichen Performance zum Dahinschmelzen.

Beste Beispiele waren die Stücke mit Saxophon, einfach der Wahnsinn!

Aber auch eine Live-Aufnahme mit Sting, ich habe ab und zu überlegt, ob er es ist, oder ob da jemand den Song gecovert hat.
Das klang in Nuancen anders als ich die Stimme von Sting in Erinnerung habe.

Was hat sich geändert?
Einerseits die diversen Veränderungen in der Stromversorgung, Verbannung der Schaltnetzteile...
Und ein neuer Vollverstärker, der hat sicher den grössten Anteil an klanglichen Veränderungen .

Respekt


Geschrieben von mannitheear am 21 Feb, 2020 um 09:08 17:

Hi Achim,

danke für die netten Worte. Ja das war ein schöner Abend,wir haben fast 3 Stunden Musik gehört und ein bisschen gequatscht, aber eigentlich nicht über Klang...
Wir haben schwerpunktmässig Jazz und Klassik gehört und ich hoffe, daß ich dich damit nicht allzu sehr gequält habe, aber ich habe versucht "harte" Kost auch mit schönen Sachen auszugleichen.

LG
Manfred


Geschrieben von E8 am 21 Feb, 2020 um 11:03 35:

Hallo Manfred,

magst Du uns übrigen Forenmitgliedern kurz etwas zum von Achim erwähnten neuen Vollverstärker berichten?

Achims Höreindrücke machen ja sehr neugierig.

Gruß Eberhard


Geschrieben von mannitheear am 21 Feb, 2020 um 11:16 31:

Hallo Eberhard,

da kommt noch was in ein paar Tagen!

LG
Manfred


Geschrieben von Achim65 am 21 Feb, 2020 um 11:22 11:

Hi Manfred,

da bin ich schon gewappnet.
Ich stelle meinen Musikgeschmack langsam auf alle mögliche Kost um, da kann mich Jazz nicht mehr so sehr aus dem Gleichgewicht bringen.

Manches ist gewöhnungsbedürftig, anderes durchaus hörenswert bis genial.

Das hat alles Spass gemacht, eine sehr abwechslungsreiche Darbietung.

Vom Amp von meiner Seite nur so viel: das sind Einzelstücke aus Portugal, ein Daddy, der seinem Sohn einen Amp mit einem für ihn verständlichen einfachen Aufbau bauen wollte.

Solche Daddys sollte es mehr geben Anbeten

LG
Achim


Geschrieben von cay-uwe am 21 Feb, 2020 um 13:46 59:

Manfred,

auf Berichte über den Verstärker bin ich auch sehr gespannt und hoffentlich mit einigen Bildern Zwinker

Ansonsten freut mich zu lesen, dass Du wieder ein Stückchen vorwärts zum Klngziel gekommen bist Ja

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Happy listening, Cay-Uwe

Gewerblicher Teilnehmer
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Geschrieben von Kellerkind am 21 Feb, 2020 um 16:23 34:

Hallo Achim,

schöner Bericht, hat mich gefreut!

Prost

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Bekennender Thivanese und emittierender Klipschonaut, sowie bekehrter Wharfedale Linton 85 Jünger mit RME Adi als Datenpapi! Clowni


Prost


Geschrieben von mannitheear am 25 Feb, 2020 um 09:58 21:

Ich hatte ja versprochen, ein bisschen was zu meinem neuen Amp schreiben.

Der Amp heisst "Arno", wurde von Paulo Marcelo entwickelt und in Handarbeit in Südfrankreich hergestellt.

Der Amp ist nach Paulos jüngsten Sohn Arno benannt. Die Idee war nämlich ursprünglich, mit einem gegebenen Industriegehäuse das Paulo gut gefiel, für den Jungen einen "begreifbaren" einfachen Verstärker zu bauen, der einerseits spielerisch ist und sich nicht allzu ernst nimmt aber anderseits schon eine "richtige" Musikwiedergabe ermöglicht.
Der 1. Arno Amp gefiel aber einigen Freunden und Bekannten so gut, daß sie auch einen wollten. Daraus entstand eine kleine experimentelle Serie von erst 5 und dann später nochmal 5 Verstärkern. Keine 2 amps sind genau gleich, es gibt Transistor-, Röhren- und Hybridamps mit einer Leistung zwischen 1,5 und 25 W. Die letzten 3 inklusive meinem sind schaltungstechnisch gleich und unterscheiden sich nur durch optische Details. Hier mal ein Bild von Paulo's eigenem (silber mit schwarzen Knöpfen) und meinem (silber):




Diese beiden sind Hybridamps mit Röhreneingangs- und Transistorausgangsstufe und ca. 20 W Leistung.
Mit eigenen Bildern kann ich leider noch nicht dienen, aber hier sieht man auch das sehr einfach wirkende Innenleben:




Seit Achims Besuch gab es noch ein paar kleine Änderungen in der Anlage und was der Arno mit den Extremi veranstaltet übertraf erst wieder gestern Abend noch meine (sehr hohen) Erwartungen!

Der Arno klingt sehr elegant und niemals spitz, hat eine ausgeprägte Feindynamik und sehr hohe Auflösung, kann aber auch ordentlich zulangen, eine Eisenfaust im Samthandschuh quasi. Grinsengel

Auch die Räumlichkeit und Durchhörbarkeit/Transparenz ist sehr gut, dabei lässt der Arno einen tiefen Einblick in die Strukturen der Musik zu, es ist sehr einfach einzelnen Melodiebögen zu folgen jedoch kippt es nie ins analytische sondern der ganzheitlichen Blick auf die Musik bleibt gewahrt.

Nun könnte man sagen, ja o.k. mit den 95 dB der Extremi hat der Amp aber auch ein leichtes Spiel. Das stimmt natürlich, aber schließlich haben es meine anderen Amps bei Weitem nicht geschafft, auch nur annähernd eine solche Performance mit der "Blade Runner" Extremi hinzubekommen.

Und, das ist eigentlich das verblüffendste, der Amp treibt auch meine anderen Lautsprecher, die ProAc Tablette 8 Reference Signature so an, daß eine unfassbar große und strukturierte Bühne vor einem entsteht mit einer Energie und Körperlichkeit, die man diesen Boxenwinzlingen eigentlich gar nicht zutraut. Hier mal die Daten der ProAc:

Nominal Impedance: 8 ohms
Recommended Amplifiers: 10 to 120 Watts
Frequency Response: 50hz to 30Khz
Sensitivity: 86.5 dB linear for 1 watt at 1 metre

Keine Ahnung, wie und warum das funktioniert, wobei sicher hilfreich ist, daß ich sie im Mid-/Nearfield betreibe.

Breakdance

Prost


Geschrieben von E8 am 25 Feb, 2020 um 10:56 30:

Hallo Manfred,

Danke für die Info nebst Bildern.
Sehr sauber und geradlinig aufgebaute Geräte Daumen rauf

Ja, die integrierten Leistungsverstärker sind klanglich schon lange den Kinderschuhen entwachsen und keinesfalls zu unterschätzen - bekannte Hersteller großer, teurer Aktivboxen setzen sie durchgängig ein.

Viele Typen sind auch explizit für 12-14V-Betrieb ausgelegt, was noch ganz andere Konzepte ermöglicht... Freude

Gruß Eberhard


Geschrieben von Achim65 am 25 Feb, 2020 um 11:42 13:

Hi Manfred,

ich hatte die ProAc nicht erwähnt, weil hier die Extremi abgehandelt wird.

Was die Performance betrifft, das war geradezu der Inbegriff des ausgerenkten Kiefers bei offen stehendem Mund, unfassbar, was da raus kam. Erstaunt
Und der Ständer hat sie gut gehalten, die war fast nicht zu bändigen. Daumen rauf
Wenn das jetzt noch mal besser performt, dann sehen wir dich nur noch im Keller. Grinsengel

Mir ging es gestern ähnlich, Akku-DAC von Hartmut Alt dran, da ging die Sonne auf.
Ich habe bis 1 Uhr 30 gelauscht, alte Schinken ausgegraben, selbst die liefen ganz passabel.

LG
Achim

Prost


Geschrieben von tripath-test am 25 Feb, 2020 um 18:02 46:

In der Kürze liegt die Würze. Hier zeigt sich nochmal wie vermeintlich einfache Konzepte aufspielen können. Kein unnötiger Schnick Schnack. Erinnert mich irgenwie an die Class A Designs von Nelson Pass.

Kurze Frage: das letzte Bild hat aber nix mit den 2 oberen zu tun oder ? Das letzte Bild scheint einen reinen Transistor Amp darzustellen.

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Gruß Mustafa


Geschrieben von cay-uwe am 25 Feb, 2020 um 19:37 57:

Manfred,

manchmal ist weniger viel mehr und diese Anschaffung von Dir stellt es unter Beweis. Zudem noch ein schönes Beispiel für ein Hybrid-AMP. Ich gehe mal davon aus, dass die Vorstufe eine schöne Triode ist, die ordenlich für Klangfarben sorgt.

Deine und Achims Berichte manchen mich ganz neugierig.

Mal sehen wann ich mal wieder bei Dir aufkreuzen kann ...

Ich freue mich, dass Deine Extremi so einen ebnwürdigen Partner bekommen hat Prost

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Happy listening, Cay-Uwe

Gewerblicher Teilnehmer
http://www.sonus-natura.com/


Geschrieben von E8 am 25 Feb, 2020 um 21:00 56:

Zitat:
Original von cay-uwe
...gehe mal davon aus, dass die Vorstufe eine schöne Triode ist, die ordenlich für Klangfarben sorgt.


Das ist die entscheidende Frage, die mich auch umtreibt:
- ist die Doppeltriode vonnöten, um eine hinreichende Eingangsempfindlichkeit zu schaffen, also als Eingangsverstärker beschaltet

oder

- dient sie eher als Pufferstufe, ggf. um das LS-Poti hinreichend niederohmig zu treiben

Wenn Manfred uns Auskunft darüber geben könnte, welche Röhre verwendet wird und welche Leistungs-ICs, läßt sich das abschätzen.

IC-Leistungsverstärker sind m.E. nicht zwingend auf "färbende" Vorstufen angewiesen. Selbst solche Uraltteile wie ein TBA 810 (in meinem 70er Jahre Kofferradio) können bei geeigneter Beschaltung schon beeindruckend spielen.

Gruß Eberhard

Nachtrag @Mustafa: wofür ist der kleine Blocktrafo wohl verbaut...?


Geschrieben von tripath-test am 25 Feb, 2020 um 21:44 30:

Zitat:
Original von E8

Nachtrag @Mustafa: wofür ist der kleine Blocktrafo wohl verbaut...?

Eberhard, komm doch auf den Punkt statt mir ein weiteres Rätsel zu servieren. Der Verstärker mit dem Blocktrafo scheint ein reiner Transistor zu sein. Richtig oder falsch ?

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Gruß Mustafa

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