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Kellerkind-Audioforum » Lautsprecher » Passive LS » Veschiedene Marken » Wharfedale Linton 85 - seriöser Test 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Eraserhead
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Dabei seit: 04 Jan, 2020
Beiträge: 169

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Zitat:
Original von Rudolf
Werte Linton-Fruende,

ein Produkt, das derart seine Eigenschaften verändert, würde ich als unausgegoren bezeichnen.

Das denke ich mir schon seit Jahrzehnten. Wenn sich der Klang eines Lautsprecher tatsächlich so stark ändert (was ich gar nicht in Frage stellen will (oder vielleicht doch...)), dann verkommt der Kauf zu einem Lotteriespiel. Dann bringt es mir auch nichts, wenn ich die Lautsprecher bei mir daheim teste, zufrieden bin und Wochen später merke, sie gefallen mir nicht mehr.

04 May, 2020 12:35 21 Eraserhead ist offline Email an Eraserhead senden Beiträge von Eraserhead suchen Nehmen Sie Eraserhead in Ihre Freundesliste auf
Hurzel Hurzel ist männlich
Foren As


Dabei seit: 06 Nov, 2019
Beiträge: 141

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Nun, umso wichtiger ist dann, dass Händler eingespielte Exemplare für den Heimtest bereithalten. Damit lassen sich Überraschungen vermeiden.

04 May, 2020 14:56 04 Hurzel ist offline Email an Hurzel senden Beiträge von Hurzel suchen Nehmen Sie Hurzel in Ihre Freundesliste auf
Olsen Olsen ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 18 Nov, 2015
Beiträge: 1030

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Zitat:
Original von Rudolf
Das würde ja bedeuten, dass all die Lobeshymnen, die Testzeitschriften, diverse Blogs sowie wir hier von uns gegeben haben, hinfällig sind! Erst sind es die Tieftöner, die sich freispielen müssen und nun auch noch die anderen Chassis.


Hey Rudolf,

das habe ich mich auch schon gefragt. Wer eine frische Linton zum Test hat, wird schlichtweg nicht hören, wie die Linton spielt. Einen derart großen Wandel habe ich bei meinen Klipsch-Lautsprechern nie vernommen. Da habe ich auch eher gerätselt, ob das nun anders wurde oder ich mich schlicht an den Klang gewöhnt habe. Bei der Linton bin ich mir sicher, dass die nach 4 Monaten ganz anders tönt als zu Beginn.

Allerdings muss man auch sagen, dass ich schon bei den Tests diverse Unterschiede erkannt haben will. Es gab Tester, die sagten, dass die Linton nur optisch auf Oldschool gemacht ist und klanglich eher auf der frischen Seite zu finden ist. Das unterschied sich von den Aussagen, dass die Linton ganz entspannt jede Aufnahme zu einer Wohltat werden lässt. Was auch immer diese teils schwammigen Beschreibungen bedeuten, so hatte ich schon das Gefühl, dass die Leute zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen. Alle super und für das Geld kaum möglich. Aber in den Beschreibungen des Klanges recht unterschiedlich.

LG

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Olsen am 04 May, 2020 15:31 13.

04 May, 2020 15:24 50 Olsen ist offline Email an Olsen senden Beiträge von Olsen suchen Nehmen Sie Olsen in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 20868

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Zitat:
Original von Eraserhead
Zitat:
Original von Rudolf
Werte Linton-Fruende,

ein Produkt, das derart seine Eigenschaften verändert, würde ich als unausgegoren bezeichnen.

Das denke ich mir schon seit Jahrzehnten. Wenn sich der Klang eines Lautsprecher tatsächlich so stark ändert (was ich gar nicht in Frage stellen will (oder vielleicht doch...)), dann verkommt der Kauf zu einem Lotteriespiel. Dann bringt es mir auch nichts, wenn ich die Lautsprecher bei mir daheim teste, zufrieden bin und Wochen später merke, sie gefallen mir nicht mehr.



Hallo Freunde ,

genau das ist der Punkt, den ich doch seit Jahrzehnten immer wieder anspreche - und der Grund, warum ich im Leben schon so viele Dutzende Lautsprecher zusammenkaufte und weswegen ich nur noch Langzeitthreads anlege über Produkte.

Was glaubt ihr, von wie vielen Lautsprechern ich im Leben in den ersten Wochen total begeistert war und dann nach nem halben Jahr oder Jahr froh war, wenn ich die wieder los war!

Weil die nämlich auf Dauer ganz anders geklungen haben.

Lautsprecher kaufen kommt bei mir mittlerweile noch unliebsamer, wie Zahnarztbesuch.

Um Himmels willen, das betrifft doch nicht nur die Linton -das betrifft alle Hersteller und Modelle - wobei - die weicher aufgehängten oder welche mit kleineren Treibern - sich nicht soo krass verändern, wie große Modelle, die hart aufgehängt sind.

Und ich weiß nicht, wie oft ich das im Leben noch schreiben soll - ich habe es genauso leid, wie das Testen von Lautsprechern selbst, es kriegt eben nicht jeder mit - man muß dazu nicht nur recht empfindsam sein - sondern vor allen Dingen auch ein akustisches Gedächtnis haben!

Die meisten Menschen, denen du eben eine Melodie vorsummst, die sie nicht kennen - kannst du am nächsten Tag fragen - die erinnern sich nicht mehr an die Melodie und können sie nicht nachsummen - wie viel schwerer sollen die minimale Abweichungen beim Einspielen von Lautsprechern denn mitkriegen?

Und Gelegenheitshörer, die ein paar Mal die Woche ein paar Stunden hören - da dauert es schier Jahre, bis sich überhaupt was verändert.

Ich lasse Lautsprecher in den ersten Wochen - größere Exemplare auch Monate - Tag und Nacht durchspielen - auf recht hohen Pegeln - damit ich recht schnell auf mindestens 1000 Betriebsstunden komme.

Ich verfüge über ein ausgezeichnetes akustisches Langzeitgedächtnis - bin eben einerseits damit geboren worden, andererseits schulte ich es viel durch eigenes Musizieren, komponieren und nachspielen gehörter Musik, die mir gefiel und vieles mehr.

Dem ggü. steht, daß mein optisches Gedächtnis gegen NULL tendiert -
wenn ich etwas vor mir sehe und soll es auf Papier zeichnen, habe ich das schon wieder vergessen,wenn ich nur den Blick abwende - und versuche das Gesehene auf Papier zu bringen - ich kann rein gar nichts zeichnen.

Und auch stetes Üben in der Schule und Nachhilfe brachten mir da rein gar nix! Sehe ich einen Film mit fernöstlichen Schauspielern, kann ich die nicht einmal auseinanderhalten - und kapiere daher generell nicht worum es geht, schaue daher keine fernöstlichen Filme mehr.

Im Straßenverkehr bin ich völlig orientierungslos und fahre schon ewig selber so gut wie gar kein Auto, da für mich alle Straßen mehr oder weniger gleich aussehen.

So ist das eben nun mal -

jeder Mensch ist von den Sinnen anders ausgelegt.

Mit keiner Thematik habe ich in Sachen Hifi derart oft und viel gelitten, wie mit Lautsprechern - und deren klanglichen Auf und Abs im ersten Jahr (teilweise noch länger, wie bei meiner Westminster T.W.)

An meiner Thivan im Keller habe über ein Jahr lang nachequalisiert - je nach Veränderung - steht alles im Langzeitthread über die Thivan in Echtzeit.

Bei der Wharfedale war ich im ersten halben Jahr auch schon einige Male zu Gange .

An meiner Klipsch RF 7 schraubte ich genauso im ersten Jahr an den Frequenzen.

Menschen, die kein akustisches Langzeitgedächtnis haben (das ist nun mal die Merhzahl) werden so was nicht mitkriegen.

Unter meinen ganzen Hifi Kumpels über all die Jahre lernte ich allenfalls ein halbes Dutzend kennen, die wirklich ein akustisches Langzeitgedächtnis hatten und selbst unter meinen Musiklehrern in der Jugend war nur einer!!! darunter.

Olsen scheint ein Langzeitgedächtnis zu haben - da er Veränderungen mitkriegt - und das nun schon über mehrere Lautsprecher hinweg, über die er länger berichtete - und wo nach anfänglicher Begeisterung - eine gewisse Ernüchterung eintrat und der dann die Modelle wechselte - ich kann seine Wahrnehmungen nachvollziehen.

Das hat mit recht haben und nicht recht haben gar nix zu tun, das ist einfach so - und da hat jeder aus seiner Perspektive recht.

Was glaubt ihr, wie oft ich mich im Hobby schon geärgert habe, wenn ich mir einen Lautsprecher kaufte, dann wochenlang mit happy war und sich die Dinger immer mehr veränderten, bis für mich das Hören schier zur Qual wurde.

Nur wenige Lautsprecher überlebten bei mir mehr als 1 Jahr .

Das ist auch so die Grenze, wo ich endgültig sagen kann, ob für mich alles paßt- meine Westminster verfluchte ich damals schier 9 Monate lang - und wollte das Ganze Hobby hinschmeißen vor Wut, Frust und Ohnmacht - und dann kam damit der große Durchbruch - und mit knapp 10 Jahren bei mir in Betrieb - hält sie bisher bei mir noch heute den Rekord unter den Standboxen, wo ich am längsten mit happy war.

Danach kommen die Klipsch RF 7 , die Tannoy Glenair und die ALR 7.

Die schafften es alle über 6 Jahre.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich mir shon geschworen habe - nie wieder neue Boxen kaufen und never change a winning team - und dann kommen wieder diese elenden Tage, wo ich auf was scharf werde und mich der Hafer sticht, wie Thomas so schön meinte.

Aber zur Linton - aus meiner Sicht ist die einfach immer besser geworden, ich bin schwer begeistert von den Dingern und kann nur unterstreichen bzw. abnicken, was Olsen und Ludwig hervorheben - damit kann man sehr viel Material fantastisch abhören. Ein Redakteur - habe den Namen vergessen,der die privat hat - schrieb was von Allzweckwaffe - das Wort fand ich prima. Die Linton ist kein Spezialist - sondern ein Allrounder - natürlich kriegt man in Einzeldisziplinen passenderes.

Wer mich selber kennt, weiß, daß meine Ansprüche bei der Reproduktion von Rock einfach höher sind, als bei anderen - ich komm prima klar mit der Linton.

P.A. Lautstärken sind damit halt keine drin:)

Und was die Testzeitungen anbelangt, auch das ist etwas, daß ich seit Jahrzehnten quer durch die Foren beanstandete - befassen sich mit Lautsprechern viel zu kurz, um ein Urteil abgeben zu können.

Das sind für mich alles Ersteindrücke frisch aus der Packung, nicht mehr, nicht weniger.

Aber irgendwo muß man anfangen zu berichten.

Bei mir wird die wohl sicher noch lange Zeit laufen.

So weit lehne ich mich jetzt nach über einem halben Jahr schon mal aus dem Fenster.

Dem Olsen kann ich nur raten - sich für die kritischen Prog Alben - eine eigene EQ Kurve zu basteln.

Vieles hat Core ja erklärt - auch wenn in englisch - das recording Material ist nun mal unterschiedlich:)

Also habt einfach Spaß mit den Dingern !

Prost

_______________
A lucky life between monsters of Rock!

04 May, 2020 15:46 12 Kellerkind ist offline Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
tripath-test
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 25 Apr, 2015
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Das würde bedeuten dass es zwei Sorten von Entwicklern gibt.
Die einen stimmen die Box nach einem Langzeittest ab, so dass die Box am Anfang schlecht klingt aber mit der Zeit ihr wahres Gesicht zeigt.
Dann müssen es Entwickler geben die sich nicht die Zeit nehmen um eine Box erst nach langem Einspielen der Chassis endgültig abzustimmen. D.h. die Box klingt beim Kunden anfangs Wauuu und danach Autsch.

Diese Erfahrungen variieren natürlich je nachdem ob der Kunde Gelegenheitshörer oder wie Werner ein Marathonhörer ist.

_______________
Gruß Mustafa

04 May, 2020 20:16 14 tripath-test ist offline Email an tripath-test senden Beiträge von tripath-test suchen Nehmen Sie tripath-test in Ihre Freundesliste auf
Hurzel Hurzel ist männlich
Foren As


Dabei seit: 06 Nov, 2019
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Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass viele der normalen High End Käufer ihre Lautsprecher nie einspielen werden. Bei vielen sind das eher teure Möbelstücke als Hörgeräte.

Ich hatte auch Phasen, in denen meine jeweilige Anlage monatelang nur rumstand.

04 May, 2020 20:56 27 Hurzel ist offline Email an Hurzel senden Beiträge von Hurzel suchen Nehmen Sie Hurzel in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 20868

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Zitat:
Original von tripath-test
Das würde bedeuten dass es zwei Sorten von Entwicklern gibt.
Die einen stimmen die Box nach einem Langzeittest ab, so dass die Box am Anfang schlecht klingt aber mit der Zeit ihr wahres Gesicht zeigt.
Dann müssen es Entwickler geben die sich nicht die Zeit nehmen um eine Box erst nach langem Einspielen der Chassis endgültig abzustimmen. D.h. die Box klingt beim Kunden anfangs Wauuu und danach Autsch.

Diese Erfahrungen variieren natürlich je nachdem ob der Kunde Gelegenheitshörer oder wie Werner ein Marathonhörer ist.



Nabend Mustafa,

du, das denke ich mittlerweile auch immer wieder.

Ich kann mich recht gut an meine Gespräche und Mails damals mit Dr. Paul
Mills von Tannoy (heute Boss von Fyne Audio) erinnern, der mir sogar schrieb, wenn ich mir eine neue Westminster Royal kaufen würde - anstelle meiner TW Version - ich nicht meckern sollte, denn selbst bei meinen Pegeln würde ein Einspielen unter 2-3 Monaten nicht gehen.

Der damalige Europa Sales Manager teilte mir auch immer wieder seine eigenen Erfahrungen mit - wenn er sich neue Boxen daheim hinstellte -

und meinte sogar in den ersten Monaten stellenweise, die Boxen seien kaputt(Zitat).

Und auch ich habe das immer wieder so erlebt und mich sogar darüber beschwert- weil es mir die Boxenwahl nicht leichter macht -

die info, die ich erhielt - vom Sales Manager - und guten Freund war aufschlußreich: Werner, es gibt nicht so viele Verrückte wie du, die laufend neue Boxen kaufen - der normale Verbraucher findet das neu schon gut - und es spielt sich über die Jahre dann ein - und wenn man so ein Prestige Modell erworben hat - nutzt man das dann Jahrzehnte !

Hintergrund war der, daß ich damals anfragte, ob man denn Lautsprecher nicht einige tausend Stunden laufen lassen kann, bevor man sie ausliefert -

das ist aber wohl bei größeren Herstellern kaum möglich.

Ich verstehe das total - überlegt euch doch mal die Fläche, die man braucht, um eben mal zigtausende von diversen Boxen einzuspielen.

Natürlich gibt es lobenswerte Sachen, wie bei Burmester usw.
daß Treiber - zumindest - 500-1000 Stunden durchgewobbelt werden -

aber nach meiner Erfahrung und diversen Tests - bringt das nicht allzu viel, da auch Weichenbauteile und Kabel ihre Zeit benötigen -

und-

letztendlich das Gehäuse aus Holz - ähnlich wie ein Haus - auch eine gewisse Zeit braucht- bis es sich vibrationstechnisch "setzt".

Es würde die Kosten von Lautsprechern aus meiner Sicht deutlich erhöhen -

wenn Hersteller all dem Rechnung tragen würden -

anstatt -

ein Produkt zu entwickeln und langzeitmäßig auszubalancieren - und dann eben neu auszuliefern - mit gewissen Einspieleffekten - die ein Großteil der Menschen eh nicht mitkriegen.

Ich verstehe da alle "Parteien" und hier deswegen ein Faß bei der Linton aufzumachen - ist für mich unangemessen - da das alles normaler Alltag für mich war über das letzte halbe Jahrhundert.

Ich selber habe noch nie einen Lautsprecher erlebt - der sich nicht innert des ersten Jahres klanglich veränderte.

Es gab nur welche, bei denen das mehr und welche bei denen das weniger der Fall war.

Schaut euch selber mal die Audiomärkte an - der Verkauf von recht neuen Boxen - ist bestimmt häufiger, als der von alten.

Quer durch alle Hersteller und Preisklassen - und ist für mich auch kein Wunder.

Meine Meinung

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A lucky life between monsters of Rock!

04 May, 2020 22:22 33 Kellerkind ist offline Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
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Zitat:
Original von Hurzel
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass viele der normalen High End Käufer ihre Lautsprecher nie einspielen werden. Bei vielen sind das eher teure Möbelstücke als Hörgeräte.

Ich hatte auch Phasen, in denen meine jeweilige Anlage monatelang nur rumstand.



Hallo Jan,

ist auch nach meiner Erfahrung so - und ging mir selber schon so -

an Zweit/Dritt/Viert usw. Anlagen, die ich im Hause hatte und nur sehr wenig nutzte, da macht man sich um so was auch gar keinen Kopf.

Weder in Schlafzimmer noch in Arbeitszimmeranlagen - beschäftigte ich mich persönlich großartig mit Einspieleffekten von Bausteinen - Kabelabschmeckerei oder sonstigen Gedöhns - da stand die reine Funktion im Vordergrund.

Es ist wirklich eine andere Sache, ob man was den ganzen Tag über nutzt und konzentriert eintaucht - oder ob was einfach nur "nebenbei" mal ein paar Stunden läuft.

Prost

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04 May, 2020 22:28 59 Kellerkind ist offline Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
E8 E8 ist männlich
Routinier




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Beiträge: 386

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Wie ich schon einmal anmerkte: es ist extrem unwahrscheinlich, daß ein seriöser Entwickler ´mal eben so´ mit Chassis abstimmt, welche nicht eingewobbelt sind.
In der Serienproduktion mögen sich kleine Schwankungen einschleichen, aber hierfür gibt es das Prüffeld.

Wenn es später, nach x Hundert Stunden, noch Veränderungen im Klang gibt, sind sie sicher minimal - und erhalten lediglich Bedeutung bei außergewöhnlicher Aufmerksamkeit u./o. Dauerberieselung (das schaffen nicht viele Menschen). *

Man halte sich vielleicht auch vor Augen: jede Musik wird NIE ein weiteres Mal im gleichen Zustand gehört - weder physisch noch emotional. Von der Entwicklung/Reifung der eigenen Persönlichkeit über die Jahre-Jahrzehnte und hierdurch bedingten Änderungen der Wahrnehmung und Beurteilung mal ganz abgesehen.
Zum GLÜCK ist das so - das Leben...

Statt ständig jedes Detail der Anlage zu hinterfragen und zu optimieren, kann man m.E. genausogut, nein besser(!), an seiner Rezeption "arbeiten".
Das war für meine Wenigkeit tatsächlich der entscheidende Schritt im Hobby: ewiges Hinterfragen und Vergleichen völlig gelassen beiseite zu legen und innerlich einfach auf Genuß umzuschalten.

* Seit einiger Zeit vermute ich: das überproportional starke Hervortreten aller möglichen (auch winzigsten) Einflüsse ist etwas, das seinen Ursprung in der Stereophonie oder Mehrkanaltechnik mit seinen Phantomschallquellen hat. Höre inzwischen über ~ 50 Jahre neben stereo- sehr viel monophon, d.h. einkanalig mit einem einzelnen Schallwandler. Da fällt einem manches auf ;-)

Gruß Eberhard

04 May, 2020 23:05 52 E8 ist offline Email an E8 senden Beiträge von E8 suchen Nehmen Sie E8 in Ihre Freundesliste auf
Rudolf
Foren As




Dabei seit: 13 Oct, 2019
Beiträge: 156

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Hallo Eberhard,

Zitat:
Original von E8
Wenn es später, nach x Hundert Stunden, noch Veränderungen im Klang gibt, sind sie sicher minimal - und erhalten lediglich Bedeutung bei außergewöhnlicher Aufmerksamkeit u./o. Dauerberieselung (das schaffen nicht viele Menschen). *

genau hierum geht es mir - Werners Wahrnehmung eine andere (meine) gegenüberzustellen und damit eine zusätzliche Rückmeldung zu geben, die anderen behilflich sein könnte, die Größenordnung der klanglichen Auswirkungen einzuschätzen.

Zitat:
Man halte sich vielleicht auch vor Augen: jede Musik wird NIE ein weiteres Mal im gleichen Zustand gehört - weder physisch noch emotional.

Ein weises Statement! Wie sagte schon Heraklit "Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht." Mit Sicherheit sind es nämlich nicht nur Einspielvorgänge, die zu wahrgenommenen Klangänderungen nach Hunderten von Stunden führen.

Viele Grüße
Rudolf

05 May, 2020 08:10 43 Rudolf ist offline Email an Rudolf senden Beiträge von Rudolf suchen Nehmen Sie Rudolf in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
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Hallo Eberhard,

Zitat Eberhard:
Statt ständig jedes Detail der Anlage zu hinterfragen und zu optimieren, kann man m.E. genausogut, nein besser(!), an seiner Rezeption "arbeiten".
Das war für meine Wenigkeit tatsächlich der entscheidende Schritt im Hobby: ewiges Hinterfragen und Vergleichen völlig gelassen beiseite zu legen und innerlich einfach auf Genuß umzuschalten.

Zitat Ende
Genauso weit bin ich mittlerweile auch.

Dennoch ist die Versuchung immer wieder groß. Letzte Woche mit Absorbern gespielt, weil Carsten die hier abgeworfen hat zum Check.

Das ist alles ein Geben und Nehmen und kostet immer wieder nur Unmengen von Zeit und Energie.

Letztlich stellte ich mir die Frage, wer mir denn eigentlich vorschreibt, daß ich meine Lautsprecher nur in trockener Akustik betreiben darf. Räume sind nunmal Räume und keine Särge.

Tut mir leid

Mit Wharfedale, Thivan, Klipsch, Hans Deutsch und Tannoy fühle ich mich hier im Hause derzeit gut bedient. Und die Sachen, auf die ich richtig geil wäre - kriege ich aus optischen Gründen fürs Wohnzimmer nicht genehmigt von der Frau und im Keller kann ichs platzmäßig nicht stellen.

So wirklich Ruhe im Hintern habe ich daher nicht, aber ich weiß auch, wann ich mich bremsen muß.


Zitat Eberhard:

Wie ich schon einmal anmerkte: es ist extrem unwahrscheinlich, daß ein seriöser Entwickler ´mal eben so´ mit Chassis abstimmt, welche nicht eingewobbelt sind.

Zitat Ende

Genau, so sehe ich das auch.
Zumal ich ja schon bei 3 Firmen Zeuge innert der Entwicklung von LS wurde, das zieht sich teilweise über JAHRE bevor da ein Produkt auf den Markt kommt.
Meßtechnisch sind Einspieleffekte recht homöopathisch - vom Mensch wird das unter Umständen - wie bei mir oder Olsen - deutlich wahrgenommen, die Regel ist das aber in keiner Weise.

Ich werde nie vergessen, als ich ein neues und zweites Paar Glenair (das war ne Tannoy um 6 oder 7 Kiloeuronen) ins Haus kriegte und beim Einspielen dachte, die sei kaputt und völlig verzweifelte - und dann den Cay-Uwe kommen ließ, damit er ein Gutachten macht für Garantiebeanstandung - da war lediglich bei 6 oder 7 khz (wo ich extrem sensibel bin ) ein dbchen mehr Energie da, wie bei der jahrelang eingespielten.
Dieses dbchen trieb mich schier in den Wahnsinn. nach ein paar Monaten war alles im Lot und klang identisch.

Ich erinnere mich an früher, da wurden Lautsprecher mit Pegelstellmöglichkeiten für die Treiber ausgeliefert - meine ALR 7 hatte so was beispielsweise auf der Rückseite. Je nach Boxenmodell konnte man da Hochton und/oder Mittelton um bis zu 6 db verstellen.

Einige Tannoy Prestiges hatten so was auch, nur brachte es bei einem 2 Weger halt nicht viel - da die Sache halt sehr breitbandig war und die Spitzen bei neuen Boxen auf ganz engen Bereichen lagen.

Wenn du dann von einem kleinen Peak bei 6 oder 7 khz bei einer neuen Box irritiert warst (das ist der Zischbereich von Stimmen) und hast da mal - ich meine bei Tannoy gabs 1,5 db Schritte -nach unten korrigiert, hast du halt den gesamten Hochton runter gedrückt, was dann wieder die Räumlichkeit einschränkte.

Ich verwendete daher später sehr gerne externe und zusätzliche Supertweeter -

da konnte ich dann bei neuen Prestiges mit Pegelterminal im ersten Jahr den Hochton bequem absenken in der Geamtenergie und mir die Räumlichkeit mit einem externen und ebenfalls justierbaren Supertweeter wieder reinholen:)

Du glaubst gar nicht, mit was für Tricks ich mir schon einen abschaffte:)

In meinem Keller ergeht es mir so - das hat Cay-Uwe auch mit Messungen belegt, daß ich raumbedingt bei 500 hz einfach zu viel Energie und Nachhall habe, obwohl der Raum zugestopft ist wie blöd und ansonsten knochenfurztrocken -

da würde ich mir wünschen, einen Absorber zu finden, der recht genau bei 500 hz eingreift., alles was ich da bisher probierte, höhlt quasi von 200-sicher 800 hz oder noch weiter alles völlig aus.

Aber gibts recht schmalbandige Absorber?

Max Krieger erzählte mir mal vor Jahren, er kenne das ja auch mit der Einspielproblematik von Lautsprechern, und daß seine Kunden halt in der Regel nur 2 Stunden oder so am Tag hören - und die Lautsprecher da ewig brauchen, bis die so manchen ähnlich empfindsamen Zeitgenossen wie meinereiner , im Hochton nicht mehr abnerven.

Er bastelte dann für die Kunden so eine Art Einsteckglied fürs Bi Wire Terminal - ein Widerstand, der den Hochton etwas zurücknahm und wo man wohl in mehreren Schritten schalten konnte, je nachdem welchen Einspielprozeß man gerade erreicht hat - ich berichtete vor Ewigkeiten darüber mal im Open End Forum - ich selber probierte es leider noch nie aus, da ich Bi Wire Kabel verwendete und somit das laut Max nicht sinnvoll integrierbar sei.

Letztendlich brainstormte ich ja über die Jahre - und workshoppte - mit dem Entwickler meiner Verstärker, dem Friedrich Schäfer, der um all die Problematiken weiß und zum Glück mindestens genauso hypersensibel ist , wie ich, wenn es um akustische Wahrnehmung, Energieverteilung und so weiter geht. Er baute den Emitter dann immer aufwendiger mit mehr Anpassungsmöglichkeiten - aber damit den Einspieleffekt eines Lautsprechers voll aufheben kann man nicht - es aber deutlich lindern. Selbiges gilt auch für das lästige Einspielen neuer Kabelverbindungen - spätestens hier greifen sich die meisten Leute an den Kopf, aber da litt ich ebenfalls schon recht drastisch und frage mich bis heute, warum in aller Welt ein neues Kabel anders klingt, als selbiges, wenn es mal einige hundert Stunden in Betrieb war. Um 2005 machten wir mal Blindtests und selbst da war das wahrnehmbar für um jeden zweiten Tester.

Das kann man zum Glück mit den diversen Schaltern am Emitter quasi heute ganz eliminieren, indem man mit den Eingangswiderständen rumspielt bei Signalkabeln und mit der Endstufen-Kompensation(Bandbreite) bei LS Kabeln.

Übrigens, an der Linton spielte ich auch einige Male am Emitter mit der Kompensation rum:)

Mittlerweile scheinen die aber wirklich stabil zu spielen - zumindest bemerke ich schon seit Wochen - wenn nicht Monaten - keine klanglichen Veränderungen mehr.


Zitat Eberhard:

Man halte sich vielleicht auch vor Augen: jede Musik wird NIE ein weiteres Mal im gleichen Zustand gehört - weder physisch noch emotional. Von der Entwicklung/Reifung der eigenen Persönlichkeit über die Jahre-Jahrzehnte und hierdurch bedingten Änderungen der Wahrnehmung und Beurteilung mal ganz abgesehen.
Zum GLÜCK ist das so - das Leben...

Zitat Ende

Das spielt auch mit herein.

Der Mensch ist kein Computer - auch nicht der- der ein fotografisches Gedächtnis hat (sei es akustisch und/oder optisch)!

Ich erinnere mich, daß ich in den 80er Jahren bei Phil Collins Platten und vielen anderen Scheiben - mit modebedingt großen Hallanteilen schier gestorben bin vor Begeisterung ob des brachialen Soundes -

während das für mich heute alles wie aus dem Müllkübel klingt und ich nach Minuten schon entvervt - rein wegen dem Hall - abschalte, egal wie toll ich die Mucke finde.

War auch mit Metal so in den 80ern, Bands wie Keel usw. hauten Hall rein ohne Ende und die Leute säbelte das um.

Würde heute wohl keiner mehr machen.

Auch differieren meine Hörgewohnheiten von Jahrtausendwende zu heute gewaltig. Ich brauchte vor 20 Jahren alles viel lauter und viel direkter auf die Fresse- eben Live P.A. Sound.

Ideal war für mich 1:1 Live Lautstärke - also Rock eigentlich nie unter 110 db- meistens eher 120 !

Damals machte ich halt aktiv Mucke und wollte die so hören, wie wenn ich sie spiele.

Heute kannste mich damit jagen - meine Komfortzone liegt je nach Laune zwischen 80 und 100 db - höher mag ich nicht. Und Schlagzeugbecken hören ich heute gerne viel weicher als in der Realität.

Auch war mir immer wichtig jede Kleinigkeit raus zu hören - heute will ich mich in Musik fallen lassen,und bin froh, wenn ich so manches nicht mitkriegen muß.

Am liebsten ist mir heute ein runder, warmer, voller, freundlicher Sound mit sanften Hochton und dennoch guter Transparenz - und eher ein fülliger als ein trockener Bassbereich.

Mein Gedächtnis hat zwar noch alle Sounds meines Lebens abgespeichert -
aber die emotionale Bewertung/Empfindung der Sounds ist heute eine völlig andere, als damals.

Prost

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A lucky life between monsters of Rock!

05 May, 2020 08:41 13 Kellerkind ist offline Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
Schnalzzunge Schnalzzunge ist männlich


Dabei seit: 23 Mar, 2020
Beiträge: 10

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Mir scheint das manche hier den Eindruck haben, die Linton würden sich im Laufe der Zeit massiv verändern.
Ich bin da anderer Meinung. Schon am ersten Abend hatte ich das Grinsen im Gesicht. Der Sound war von Anfang
an klasse. In den ersten 2-3 Wochen hat sich insbesondere der Bass aber auch die Mitten/Höhen zum Positiven verändert.
Der Sound an sich wurde noch besser, sauberer, klarer, auflösender. Seitdem habe ich persönlich keine wirkliche
Veränderung mehr bemerkt. Vielleicht höre ich das ja auch nicht, wie z.B. Werner oder Olsen.

Klar zeigt die Linton deutlich die Unterschiede in der Produktion von Musik auf. Egal ob Jazz, Pop, Metal, Klassik, Film,
ob CD, MP3, Spotify. Für mich kommt Alles besser als auf anderen Speakern (hatte Nubert 483/475, Canton C309, Focal Audio getestet)

Vielleicht auch eine Sache wie man hört. Ich habe keinen EQ, spiele nur über meinen Yamaha RX797. Bass und Höhen regele
ich schon je nach Qualität/Sound der Produktion nach. Habe auch mal Pure Direkt versucht, manche hören ja ausschließlich so.
Ist nicht mein Ding, ich finde da verschenkt man Sound.

Meine persönliche Meinung zu den Lintons: Die haben von Beginn an einen super Sound, werden nach 2-3 Wochen noch auflösender
und dann sind sie eingespielt. Gegenüber den von mir getesteten Speakern einfach gehobener, edler, eine andere Klasse.
Erfahrungen/Vergleiche von xK-Euro-Lautsprechern habe ich allerdings nicht, da haben viele von euch mir einiges voraus.

Für mich zählt der Spaß am Musik hören, nicht mehr überlegen zu müssen ob´s noch was Besseres gibt.
Was mich total begeistert an den Lintons: Dieser geniale Tiefgang im Sound (manche nennen es auch einfach nur Bass)

Beste Grüße an Alle

05 May, 2020 20:29 16 Schnalzzunge ist offline Email an Schnalzzunge senden Beiträge von Schnalzzunge suchen Nehmen Sie Schnalzzunge in Ihre Freundesliste auf
Gonzo


Dabei seit: 05 May, 2020
Beiträge: 2

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Hallo zusammen,

ich habe viel im Linton-Forum gelesen. Es hat, neben diversen Testberichten, meine Kaufentscheidung beeinflusst. Ich möchte kurz Erfahrung mit den bereits wieder verkauften Lintons zusammenfassen.
Zur elektronischen Kette: Naim XS Verstärker, Naim NDX Streamer-DAC, Rega Fono MK Phonovorverstärker.

Hochton: schöne Klangfarben, nicht nervig oder harsch. Allerdings
auch wenig Gänsehauteffekt, kaum emotional, spielt alles
mit fast ignoranter Ruhe runter. Positiv: man kann
wirklich alles damit hören, ohne dass die Ohren bluten.
Kein Ermüdungsfaktor.
Mitten: ähnliche Qualitäten wie Hochton. Vom Timing her auch
ok.
Tiefton: Auch nach längerem Experimentieren (Aufstellung,
Räume, Socken etc.) und Langzeittests (ca.
400 Stunden): Für mich der große Schwachpunkt der LS.
Macht die positiven Ansätze im Hoch-Mitten-Ton kaputt.
Aus 2 Gründen:
1) Kaum Konturen: Ob E-Bass, Kontrabass oder andere
Instrumente mit Tiefgang. Der Bass gibt kaum
Informationen her, alles brummt relativ undefiniert
und gefühlt 2 Oktaven zu niedrig vor sich hin. Alles
wird überlagert von diesem sehr dominanten und für
mich nervigen Bass.
2) Timing bzw. Rhythmik. In einem Setup eine einzige
Katastrophe. Ständig hat man das Gefühl, dass die
Bass-Sektion ein Eigenleben führt. Alles spielt
irgendwie völlig aneinander vorbei, nichts spielt auf
den Punkt. Ständig hat man den Eindruck, der Bass
hinkt hinterher. Absolut unpräzise. Leider hat sich dies
auch langfristig nicht verbessert; ich kann daher die
beschriebenen positiven Langzeiteffekte nicht
bestätigen.

Mein Fazit: Aufgrund der aus meiner Sicht schlechten Bass-Sektion,
sorgten die Lintons in meinem Setup für wenig Freude.
Kaum Emotion, kein foot-wipping-factor, langweilig bis
belanglos. Allerdings auch nicht nervig.

Seid mir nicht böse: Für mich keine gut konstruierte Box. Sorry.

Viele Grüße

05 May, 2020 21:48 56 Gonzo ist offline Beiträge von Gonzo suchen Nehmen Sie Gonzo in Ihre Freundesliste auf
Rudolf
Foren As




Dabei seit: 13 Oct, 2019
Beiträge: 156

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Hallo Gonzo,

herzlich willkommen bei den Linton-Fans, wenngleich sich dein Beitrag nicht wie eine Jubelarie liest.

Um deine Aussagen besser einordnen zu können, lauten meine Fragen:
- Kannst du etwas zu deinem Hörraum und zur Aufstellung der Lautsprecher sagen?
- Mit welchen Lautsprechern hörst du sonst?
- Welche Musik hörst du vorzugsweise bzw. bei welchen Musikstücken stört dich der Bass?

Viele Grüße
Rudolf

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Rudolf am 05 May, 2020 23:36 25.

05 May, 2020 23:14 09 Rudolf ist offline Email an Rudolf senden Beiträge von Rudolf suchen Nehmen Sie Rudolf in Ihre Freundesliste auf
Gaston Gaston ist männlich
Routinier




Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 418

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Hi, das als ersten Beitrag hier....wow!
Also, ich finde das ist nicht fair was du hier schreibst.

Der Lautsprecher hat eine Qualität, die bei vielen deutlich teureren Modellen nicht anzutreffen ist. Dazu gehört in jedem Falle Timing.

Die Bewertung kann ich so nicht mitgehen. Es ist kein Wunderspeaker aber schon ein verdammt guter LS.

Wenn du zu einem solchen Urteil kommst, würde mich interessieren, mit welchem Lautsprecher du zufrieden hörst. Das Naim nicht die Auflösungsmaschinen sind ist für mich nicht neu aber die Sachen sind sehr musikalisch. Daran kann es nicht liegen.

Da ich die Linton selber hatte und sehr viele andere LS kenne, würde ich salopp sagen, es ist ein wenig Stänkerei. Bin gespannt, ob und wie sich das auflösen lässt.

_______________
Salut, Gaston Wink

05 May, 2020 23:33 36 Gaston ist offline Email an Gaston senden Beiträge von Gaston suchen Nehmen Sie Gaston in Ihre Freundesliste auf
hüttewackelnlassen


Dabei seit: 16 Mar, 2018
Beiträge: 13

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Die Aufstellung und Raumbeschaffenheit würde mich mal interessieren.
Klingt stark nach Raummoden.

06 May, 2020 01:24 12 hüttewackelnlassen ist offline Email an hüttewackelnlassen senden Beiträge von hüttewackelnlassen suchen Nehmen Sie hüttewackelnlassen in Ihre Freundesliste auf
Heritage Heritage ist männlich
Foren As




Dabei seit: 03 Nov, 2019
Beiträge: 115

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Hallo,

für mich bleibt die Linton nach wie vor ein absoluter Preis / Leistungskracher. Nach 80 Stunden spielt sie absolut frei und sauber auf, der Hochton legte später auch noch einen Hauch zu.
Meine Meinung: durch meine Experimente mit den Ständern und anderen Füsschen unter der Box konnte ich deutliche Veränderungen wahrnehmen. Und die größten in der Basswiedergabe.

Die richtige Aufstellung ist nun mal das A und O.

Gruß Detlef

06 May, 2020 07:15 11 Heritage ist offline Email an Heritage senden Beiträge von Heritage suchen Nehmen Sie Heritage in Ihre Freundesliste auf
Carsten Carsten ist männlich
Foren As


Dabei seit: 06 Aug, 2018
Beiträge: 146

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@Gonza
durch Sevens Thread ermutigt, gehörte ich zu den ersten Probanden, welche sich eine Wharfedale Linton ins Haus holten. Die Lautsprecher sagten mir von Optik und Anfaßgefühl sehr zu. Beim Hören beeindruckte der Tiefgang und die Größe. Ich kann Gehörtes nicht so in Worte fassen, wie ihr das hier regelmäßig veranstaltet. Da ermangelt es an Verbalakrobatik. Aber Gonzas Beitrag trifft einige meiner Eindrücke. Irgendwie war alles da und auch wieder nicht. Kann sein, daß dies dem Timing geschuldet war. Irgendwas fügte sich nicht wie gewohnt ins Klangbild. Als ob würde der Basstreiber immer etwas länger drücken oder schwingen. Ich schlug mit den Boxen bei Werner auf. Bei ihm stellte sich ein vergleichbarer Eindruck ein. Er berichtete hier:
https://www.kellerkind-audioforum.at/thr...54050#post54050
Sprach aber von Potential und daß er eine Raumanpassung vornehmen müsse und ließ sich ein Paar Linton zusenden. Inzwischen klingt das bei Werner überraschend gut. Bei mir standen die Lautsprecher jedoch nur noch rum. Freundlicherweise übernahm sie der Ludwig. Dieser ist sehr angetan. Bei ihm klingt es wieder ganz anders.
Es geht wohl Nichts über ausprobieren. Einspieleffekte dürften nur einer von vielen Aspekten sein. Letztlich ging Werner mit mehreren Verstärkern und Equalizern auf seine Linton los Grinsengel Irgendwann paßte das phänomenal. Da fehlte es mir doch an Geduld. Gnade

_______________
Mit Grüßen von Kopf bis zu den Füßen
vom Augenpipimaschinenbetreiber

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Carsten am 06 May, 2020 08:01 45.

06 May, 2020 07:58 59 Carsten ist offline Email an Carsten senden Beiträge von Carsten suchen Nehmen Sie Carsten in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 20868

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Morjen morjen Gonzo,

erstmal herzlich willkommen.

Danke des ausführlichen Feedbacks - ging ja bei dir leider voll nach hinten los! Um so mehr Hut ab, daß du dir nach dem Frusterlebnis die Mühe machst und uns drüber berichtest - wenn ich so was erlebe, habe ich meistens gar keinen Bock mehr überhaupt noch was zu schreiben und noch Energie zu investen.

Naim kenne ich selber halt gar nicht, glaube dir das Erlebte aber -
ich selber hatte hier ein ähnlich unbefriedigendes Erlebnis (allerdings klanglich entgegengesetzt) in meinem Zimmer, als ich mit einem Audiolab 8300 amp ranging. Das war so gar nicht für meine Lauscher gemacht in der Kombi:)

Interessant wäre, wenn du uns mal über deinen Raum kurz was schreiben würdest - Größe, Hörabstand - und wie weit die Boxen von der Rückwand weg waren.

Der Generg hier im Thread und auch der Carsten- kamen bei sich im Bass da auch nicht zu Potte und fanden es beide bei mir dann total überzeugend.

Bin mal gespannt, wie lange die Linton sich bei mir hält - derzeit habe ich nix in der Pipeline, wo die an ihrem Platz ersetzen könnte.

Den Rekord in dem Raum am Fernseher halten da bei mir die Tannoy DC 8 Bookshelf mit ST 50 (liefen ca. 6 Jahre) und die Klipsch RB 81 MK 2 (ca. 5 Jahre) wobei mir letztere noch besser gefiel obwohl sie nur ein Fünftel kostete.

Die Klipsch habe ich übrigens behalten und irgendwann stöpsele ich die auch mal wieder an.

Hast du jetzt eigentlich schon für dich passende Boxen gefunden?

Hörst du nur Musik oder nutzt du das auch für TV?

Prost

_______________
A lucky life between monsters of Rock!

06 May, 2020 08:43 17 Kellerkind ist offline Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
tg tg ist männlich
König




Dabei seit: 16 Jan, 2017
Beiträge: 828

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hey ihr Linton fans..
hab grad in der Stereo 6/2020 enen test der box gelesen. wurde hier im zusammenhang mit einer komplett anlage von audiolab besprochen..
wurde sehr gut bewertet, logisch - als das totale preis/leistungs wunder gepriesen.
der Redakteur sagt kommentarlos bzgl aufstelleung "die tweeter gehören nach außen und leicht zum hörplatz einwinkeln".
die besondere aussage war: für die innenverkabelung wird eine litze eingesetzt, die für die Plus seite Kupfer und für die Minus seite Silber verwendet ! interessant, oder ?

_______________
vg tg

06 May, 2020 19:51 45 tg ist offline Email an tg senden Beiträge von tg suchen Nehmen Sie tg in Ihre Freundesliste auf
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