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TM-Enjoy TM-Enjoy ist männlich
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Dabei seit: 21 Jul, 2020
Beiträge: 137

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Guten Morgen Leute,

@Peter
besten Dank für deine „Anteilnahme“ ;-) und den Link zum Analog-Forum!

Gänzlich unzufrieden bin ich ja auch nicht und einige Verbesserungen ließen sich bereits mit kleinen Mitteln und etwas Fleißarbeit erzielen. Schrieb deshalb was von „leicht übertrieben“ und ein bisschen „Jammern auf schon recht hohem Niveau“. Ist nur so, dass ich die besagte Pink Floyd „The Wall“ Scheibe besser nie hätte hören sollen...;-)...dieser enorm gute Klang hat sich leider ein wenig als erreichbarer Referenz-Maßstab in mein Hirn gebrannt und aufgezeigt, bis wohin es mit guten Klang bei Vinyl, selbst innerhalb meiner Systemkette, so gehen kann bzw. könnte...

Der von dir verlinkte Beitrag war mir bereits bekannt und auch die weiteren Beiträge, welche da noch so innerhalb des Threads verlinkt sind. Mit der Tonarmhöhe/VTA/SRA habe ich bereits häufiger rumgespielt und auch erfolgreich damit feintunen können. Denke ich habe da mittlerweile eine sehr gute Einstellung für mich gefunden - gültig auch unter Berücksichtigung unterschiedlich vorkommender Schallplattendicken.

Das sind echt tolle Leute dort im „Analog-Forum“ - bin kein Mitglied - die haben wahnsinnig viel Erfahrung/Wissen und dazu noch einen sehr guten Umgangston. Über die Suchfunktion findet man bei denen eigentlich alles. Jedes noch so kleine Thema bzgl. Phono&Co. ist da irgendwo/irgendwann schon mal detailliert diskutiert worden.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und 2. Advent!

Beste Grüße und HiFive, von TM-Enjoy Dankeschön

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von TM-Enjoy am 07 Dec, 2020 10:51 37.

06 Dec, 2020 07:54 41 TM-Enjoy ist offline Email an TM-Enjoy senden Beiträge von TM-Enjoy suchen Nehmen Sie TM-Enjoy in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
Eroberer


Dabei seit: 04 Nov, 2020
Beiträge: 63

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Hallo TM-Enjoy,

danke für deinen tollen und ausführlichen Beitrag. Es gehört schon ein ganzen Stück Mut dazu, öffentlich zu sagen, daß man eben och nicht ganz zufrieden ist.

Als alter Vinyl Veteran kann ich dir zwar aus der Ferne leider nicht unbedingt weiterhelfen, aber folgende Punkte möchte ich doch gerne loswerden:

Zuerst mal glaube ich nicht, daß du die falschen Geräte gekauft hast, im Gegenteil. Ich kenne sie zwar selber nicht, aber Einschätzungen von anderen darüber und da werden Plattenspieler, Tonarm und auch der Tonabnehmer einvernehmlich als preisklassenbezogen überdurchschnittlich gut eingeschätzt.

Auch der Phonopre sollte gut sein. Als Alternative könntest du vielleicht mal einen iFi Zen Phono testen. Der kostet zwar nur 160 Euro, soll jedoch klanglich eher vierstellig spielen.

Aus eigener Erfahrung sagen, daß die Hifi und besonders die Phono Welt ungerecht ist. Manche gehen hin, kaufen ohne großen Plan irgendwas und haben das Glück gut beraten zu werden und noch mehr Glück, daß das auch alles gut zum Raum passt - und es klingt einfach gut und sie sind happy.

Andere informieren sich, wägen ab, kaufen nur anerkannt gute Sachen, befassen sich mit der Materie - aber irgendwie ist der Wurm drin und es tut einfach nicht ganz so wie erwartet.

Da dir das aber jetzt auch nicht weiterhilft, hier noch ein paar Überlegungen:

Bei Phono kommt ALLES auf die Abstimmung und Synergie an. Der Abtaster muß mit dem Arm harmonieren, der Arm mit dem Laufwerk (dafür hat Project hoffentlich gesorgt) und die elektrische Anpassung des Abtasters an den Phono Pre muß stimmen, insbesondere bei MM.

Die Synergie Ortofon - Project Arm müsste man mal recherchieren.

Danach kommt natürlich die geometrische richtige Justage, der richtige VTA, sowie richtige Auflagekraft und Antiskating. Hier kann Feinabstimmung kleine Wunder wirken, hier können aber iterativ mehrere Schritte notwendig sein, da jeder Parameter die anderen beeinflusst.

Ist der Arm (nahezu) spielfrei und wirklich absolut leichtgängig? Bitte stell mal Auflagekraft und Antiskating auf 0 und prüfe, ob der Arm vertikal und horizontal überall total leichtgängig ist und nirgends "einrastet". Ich hatte selber mal einen Arm mit Keramiklagern, diese Lager müssen extrem feinfühlig justiert werden.

Allerdings, wenn The Wall toll klingt, sollte es ja passen. Die Scheibe ist sehr vielfältig von den Anforderungen und auch eine Herausforderung. Ein schlechtes Vinyl Setup könnte das nicht gut wiedergeben.

Kannst du mal ein paar LP Beispiele nennen, wo du nicht zufrieden bist? (Möglichst nicht unbedingt Metal/Heavy, denn da kenn ich mich nicht aus). Denn viele ältere und auch neue Platten klingen einfach nicht gut, auch wenn der Vinyl Hype was anderes suggeriert.

LG
Manfred

06 Dec, 2020 19:23 50 mannitheear ist online Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
Achim65 Achim65 ist männlich
König




Dabei seit: 28 Mar, 2018
Beiträge: 979

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Hi TM,

ich schliesse mich Manfred an, lass uns ein paar der nicht gut klingenden Platten wissen, vielleicht können wir die Kritik teilen.

Ich kann mich an Platten erinnern, da dachte ich, das muss doch klingen, war teilweise aber totaler Reinfall, selbst bei Dire Straits.

Ich habe wesentlich weniger Ahnung, nur den TA montiert und mit Schablone eingestellt. Und Glück gehabt, dass es passte.

Die Totalreinfälle habe ich "in die Tonne" verbannt.

Kopf hoch, der Wurm, so denn es einer ist, wird noch gefunden.

:Y

06 Dec, 2020 22:10 02 Achim65 ist offline Email an Achim65 senden Beiträge von Achim65 suchen Nehmen Sie Achim65 in Ihre Freundesliste auf AIM Screenname: Jo YIM Screenname: Jo
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 21987

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Nabend Freunde/innen,

ich kann da leider gar nix zu beitragen - habe aber fleißig mitgelesen - ist kein Desinteresse oder fehlende Hilfsbereitschaft.

Was da heute mit Plattendrehern abgeht - habe ich NULL Plan oder Ahnung.

Meine Emotion dazu?

Ich bin einfach nur heilfroh, daß ich hier daheim einfach nur clicken muß auf Unlimited -
und es paßt und das auf mehreren Anlagen in verschiedenen Räumen.

Juute Nacht und ich hoffe und bange mit -
Tim und ihr kriegt das hin.

:S

_______________
Boah klingt das geil!

06 Dec, 2020 22:23 30 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
TM-Enjoy TM-Enjoy ist männlich
Foren As




Dabei seit: 21 Jul, 2020
Beiträge: 137

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Moin Leute,

Manfred, Achim, Peter und Werner - vielen Dank für euer Feedback und eure Unterstützung!

Wow, ganz toll Manfred, wie viel du geschrieben hast und versuchen möchtest mir zu helfen - Danke!
Ich gehe mal deine genannten Punkte und Ansätze durch (teils nur stichpunktartig):

- den Tipp für den genannten Vorverstärker (iFi Zen Phono) werde ich online checken! Relativ „kleines Geld“ bin ich weiterhin bereit zu zahlen. Würde ja auch gerne die Hauptursache für meine Klangprobleme identifizieren. „Größeres Geld“ (für z. B. anderen VV oder TA) nur dann, wenn ich mir absolut sicher bin damit einen „finalen Schritt nach vorne“ zu machen.

- Plattentellerlager = Keramiklager (neu gefettet): Magnetunterstütztes, invertiertes Plattentellerlager aus einer sich in einer Sinterbronzebuchse drehenden Edelstahlachse mit Keramiklaufflächen. Der Plattenteller schwebt mittels eines Magnetfeldes und übt praktisch keinen Druck auf das Tellerlager aus.

- Tonarm/Tonarmlager = KEINE Keramiklager!! (wurden nicht neu gefettet oder nachjustiert): Vier in Kugellagern der Qualität ABEC 7 gelagerte Edelstahlspitzen bilden die invertierten Tonarmlager. Eine äußerst massive Kardankonstruktion dient zur Aufnahme der Lager.
Kein Lagerspiel und keine Auffälligkeiten. In ausgeglichener Stellung (ohne Antiskating), schwebt der Tonarm wie im Weltraum. Ein leichtes Anhauchen genügt hier schon, um ihn in alle Richtungen ganz sauber schweben zu lassen.

- Azimuth, VTA, SRA, Auflagekraft, Spurwinkel/Kröpfung/Überhang, Antiskating...alles penibelst justiert...Auflage-/Plattenteller + Chassis stehen auch sehr gut im Wasser/Lot.

- Antiskating (AS): Mit oder ohne AS waren bei mir bisher keine Verzerrungen, „Zischeln“ oder Ähnliches hörbar. Habe oder nutze jedoch keine spezielle „Justier-Test-Schallplatte“ dafür! Nur die „Stereo-Mitte“ verschiebt sich ganz leicht bei zu unpassend eingestellten AS. In einer im Handbuch enthaltenen AS-Tabelle empfiehlt der Tonarmhersteller Pro-Ject, das AS in Abhängigkeit zur TA-Auflagekraft einzustellen und das trifft bei mir auch in etwa so zu. Zusätzlich finden dann immer noch die nachfolgenden Tests an der Außenseite der Schallplatte, erstes Lied, statt:

1.) Akustische Überprüfung: Ganz leichtes verschieben der „Stereo-Mitte“ nach links, bei zu niedrigen AS.
2.) Optische Überprüfung mit Lupe+Licht: Nadelträger/Cantilever wird bei zu niedrig eingestellten AS ganz leicht nach rechts „gebogen“ - die Nadel liegt somit an der inneren/linken Schallplattenrille etwas zu stark an. Bei „richtig“ eingestellten AS hingegen, ist keine solche „Verbiegung“ mehr erkennbar und der Nadelträger steht exakt mittig in der Rille. Der Tonarm wird somit wohl nicht oder kaum mehr nach innen gezogen.

- Zumindest habe ich vor der jeweiligen Kaufentscheidung „theoretisch berechnet“, ob die ausgesuchten Tonabnehmer einigermaßen zum Tonarm passen könnten/müssten. Der errechnete Wert der dafür herangezogenen „Resonanzfrequenz (Rf)”, sollte hier wohl optimalerweise etwas zwischen 8-12 Hz liegen. Das trifft bei mir ebenfalls zu (MC Rondo Bronze = 8,91 Hz und AT-VM95ML (bei mittl. compliance 17,5 µm/mN) = 9,25 Hz).

Exkurs - Resonanzfrequenz (Rf):

Für die Ermittlung der Resonanzfrequenz hilft eine mathematische Formel. Der Wert der Resonanzfrequenz stellt fest, ob theoretisch "günstige Bedingungen" in der Beziehung zwischen Gewicht - Nadelnachgiebigkeit - Tonabnehmersystem - Tonarmgewicht vorliegen. Hier sollte der errechnete Rf-Wert möglichst zwischen 8-12 Hz liegen.

M1 = effektive Masse des Tonarmgewichtes = 10,5g beim Pro-Ject 12"cc Evo
M2 = Gewicht der Montageschrauben bei 8mm Länge inkl. U-Scheiben für den Tonabnehmer = ca. 0,28g (ca. 0,33g bei den 11mm Schrauben)
M3 = Gewicht des Tonabnehmers ohne Verschraubung = 10,5g (MC Rondo Bronze) und 6,15g (AT-VM95ML)
C = Nadelnachgiebigkeit/dynam. Compliance bei 10Hz = 15µm/mN (MC Rondo Bronze) u. 15-20µm/mN (AT-VM95ML)
Pi = 3,1416

Rf = 1000 / (2 x Pi x (Wurzel aus (M1+M2+M3) x C)))
Rf = 1000 / (2 x Pi x (Wurzel aus (10,5g+0,28g+M3) x C)))

MC Rondo Bronze (15,0µm/mN) Rf = Resonanzfrequenz = 8,91 Hz (gerechnet mit 8mm Verschraubung)
AT-VM95ML (15,0µm/mN) Rf = Resonanzfrequenz = 9,99 Hz (gerechnet mit 8mm Verschraubung)
AT-VM95ML (17,5µm/mN) Rf = Resonanzfrequenz = 9,25 Hz (gerechnet mit 8mm Verschraubung)
AT-VM95ML (20,0µm/mN) Rf = Resonanzfrequenz = 8,65 Hz (gerechnet mit 8mm Verschraubung)

- Meine Anpasungen an den Phono-Pre sollten soweit alle stimmen. Für die “Ist-Werte” seht bitte nochmal die entsprechenden Einstellungen, Auffälligkeiten (bzgl. MC-TA testweise mit MM-TA Werten gefahren!?!) und auch die Daten bzgl. der Kabelkapazitäten, aus meinem vorherigen Beitrag. Habe auch viel mit den Abschlußwiderständen (bei MC) und den Abschlußkapazitäten (bei MM) probiert/experimentiert und die für mich am besten passenden Einstellungen gefunden. Hier liegen ebenfalls alle Werte weitestgehend in den Bereichen, wie sie auch vom jeweiligen Hersteller empfohlen werden.

- Bzgl. des neuen MM-Tonabnehmersystems (AT-VM95ML) befinde ich mich ja noch in der Einspiel- u. Testphase. Kann da also bisher nicht allzu viel drüber sagen. Außer, dass manche Scheiben die vorher auffällig „dünn“ klangen, nun ein klein wenig „allroundiger/alltagstauglicher“ geworden sind. Das wird wohl durch die etwas bassbetontere Abstimmung des AT's unterstützt.
Hingegen - von sich aus klanglich eher warme/bassige LP's, klingen nun mit dem AT im Tiefton und den unteren Mitten „verwaschen/breiig“, „dröhnig“, „undifferenziert“, „schlecht aufgelöst“.

Sorry, aber ich kann so etwas generell ganz schlecht mit Worten beschreiben...es klingt jedenfalls nicht besonders gut...man muss es einfach mal gehört haben. Ein anderer Zuhörer könnte das dann vielleicht viel besser beschreiben und auch wesentlich genauer spezifizieren.

Bei einer genaueren (mündlichen/schriftlichen) Beschreibung zu jeder LP, müsste man ja zudem ganz differenziert auch auf folgendes eingehen:
- Tiefen, Mitten, Höhen
- Stimmen (Männer/Frauen), Klang, Präsenz, vordergründig/hintergründig, usw.
- Abbildung, Räumlichkeit, Ortbarkeit, Auflösung, Bühnenbreite/-tiefe, usw.

Hier einige Beispiele:

(Die Beschreibungen bitte als „etwas übertrieben“ ansehen...hoffe aber, sie stellen meine subjektive Sicht oder mein Empfinden trotzdem einigermaßen gut dar)

„OT“ = Ortofon MC Rondo Bronze
„AT“ = Audio-Technica AT-VM95ML

Pink Floyd - The Wall (neue Pressung, Remastered)
OT = TOP!
AT = undifferenziert, unruhig, verwaschen/breiig/dröhnig

The Alan Parsons Project - Tales Of Mystery And Imagination (alte Pressung)
OT = insgesamt alles recht gut, manchmal etwas undifferenziert, etwas zu spitze Höhen, jedoch allgemein akzeptabel
AT = verwaschen/breiig/dröhnig, undifferenzierte Tiefen, Höhen sind klar aber zu vordergründig

Foreigner - Foreigner (gleichnamiger Titel) (alte Pressung)
OT = blutleer, dünn, etwas hart-schrill-kratzig-fordernd
AT = allgemein akzeptabel, jedoch wenig Räumlichkeit - Sound klebt an den Lautsprechern

Pink Floyd - The Dark Side Of The Moon (alte Pressung)
OT = blutleer-etwas dumpf/verhangen, nervig-fordernde Höhen, kleine Bühne, ausgewogener Bass
AT = etwas zu dominante u. undifferenzierte Tiefen, klare aber zu vordergründig spielende Höhen

Pink Floyd - Wish You Were Here (neue Pressung, Remastered)
OT = blutleer, spitz-fordernde Höhen, analytischer Gesamtklang, ausgewogener Bass
AT = dröhnig/bollernder Bass, wenig Räumlichkeit, klare aber etwas zu dominante Höhen

Ich merke, dass es mir sehr, sehr schwer fällt aus dem Gedächtnis heraus vernünftige/faire Sound-Beschreibungen zu geben...kann das ja eh' schon nicht so gut. Fühle mich auch gerade richtig mies dabei, dass ich evtl. versehentlich den einen oder anderen LP-Klang falsch beschreiben könnte und möglicherweise völlig ungerechtfertigt hier „runterputze“. Werde zukünftig bei Vinyl-Tests meine direkt empfundenen und damit assoziierten Gedanken niederschreiben. Breche das an dieser Stelle mit weiteren „aus dem Gedächtnis-Beschreibungen“ erst mal ab.

Ich hoffe meine bisherigen Angaben helfen trotzdem ein bisschen weiter. Gerne auch mal einige spezielle Test-LP's nennen die ihr sehr gut kennt - vielleicht habe ich sie ja zufällig hier...

Vielen Dank nochmal!

Beste Grüße und HiFive, von TM-Enjoy Dankeschön

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von TM-Enjoy am 14 Dec, 2020 08:18 40.

07 Dec, 2020 11:40 52 TM-Enjoy ist offline Email an TM-Enjoy senden Beiträge von TM-Enjoy suchen Nehmen Sie TM-Enjoy in Ihre Freundesliste auf
Neidhart
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Dabei seit: 27 Sep, 2016
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Hallo TM,

obwohl ich keine deiner Komponenten persönlich kenne, glaube ich dennoch, meinen Senf dazugeben zu dürfen.

Ein wichtiger Punkt bei Plattendreher ist der, worauf sie stehen. Falls der Punkt bereits abgehandelt worden ist, war mir das entgangen. Dann bitte überspringen. Da das analoge System so störanfällig ist, sollten alle Vibrationen und Resonanzen von der Nadel ferngehalten werden. Meiner Erfahrung nach stimmt die Grundidee des Herstellers der Timetable, dass das Möbel, auf dem der Plattenspieler steht, vibrieren soll und nicht der Plattenspieler selbst. Das gelte für alle Hifi-Komponenten. Daher sollte der Unterbau stets leichter sein als der Plattenspieler. Bei deinem Masselaufwerk sollte das leicht erreichbar sein. :D

Ich hatte mal in meiner "Spielzeit" Versuche mit meinen Linn LP 12 gemacht. Die Ergebnisse waren teilweiser wirklich erschreckend, wie schlecht dieser Plattenspieler klingen kann, wenn er auf einem ungeeigneten Unterbau steht. Das notorische IKEA LACK-Tischen ist übrigens NICHT die Allzweckwaffe aus früheren Zeiten, sondern das ist der AXAMO gewesen, den es schon seit langer Zeit nicht mehr gibt. Die Tische von Timetable sind eine späte Weiterentwiclung des AXAMO.

Was schon angedeutet wurde und auch in deiner Gedächtnisbibliothek der Alben, die du oben nennst, herausschimmert: Viele LPs klingen schlicht - schlecht!

Bei LPs spielen so viele Faktoren eine Rolle: von welchem Band wurde die Pressvorlage erstellt, wie gut wurde der Pressmaster erstellt, wie gut arbeitet das Presswerk usw. Ein und die Gleiche Scheibe kann zwischen phänomenal bis ... (schweigen wir darüber) klingen. Neue Pressungen, vor allem remasterte Scheiben, klingen in meinen Orhen ganz häufig sehr bescheiden. Das Remaster wurde in erster Linie für Digitalmedien erstellt. Vinyl ist längst nur noch ein Beiprodukt. Viele neuere LPs haben einen viel zu hohen Pegel, wodurch die Höhen gern einmal in die Verzerrung gehen. Und viele neuere LPs sind auch nur das CD-Master auf Platte gepresst - ohne korrekte RIAA-Kurve. Ich habe eine Black Country Communion von 2010: der Tiefton ist ein einziges Gebrummel, der Hochton weitgehend Fehlanzeige, keine Dynamik.

Pink Floyd: The Wall, von 1980 oder so, klingt bei mir richtig gut, wenn man die altersbedingten Störungen abzieht
Dark Side of the Moon: vermutlich eine spätere Nachpressung - da geht deutlich mehr an Klangqualität
Wish You Were Here: in etwas dasselbe wie bei Dark Side of the Moon. Ich habe mal eine frühe CD davon gehört, die wirklich sagenhaft gut klang.
The Alan Parsons Project: Tales of Mystery... original von 1976 oder so. Vor allem "The Fall of the House of Usher" war eine ganze zeitlang eins meiner Referenzstücke (Gewitter, Orgel, Dynamik). Lange nicht gehört.

Klangunterschiede gibt es bei LPs viel größere als bei CDs. Bei lettzeren werden sie in erster Linie durch den Digitalisierungsvorgang der analogen Master bedingt und auch hier wieder, von welchem Master die Digitalkopie gezogen wurde. Es kursieren einige günstige CD-Sammlungen diverser Künstler, die klanglich alle eher unter dem Standard liegen, weil hier vermutlich die achte Kopie von irgendwas als Grundlage genommen wurde und nicht die Originalbänder. Bei LPS, vor allem Nachpressungen aus späteren Jahrzehnten, ist das leider der Standard.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Neidhart am 07 Dec, 2020 17:39 38.

07 Dec, 2020 12:55 38 Neidhart ist offline Email an Neidhart senden Beiträge von Neidhart suchen Nehmen Sie Neidhart in Ihre Freundesliste auf
Krautathaus Krautathaus ist männlich
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edit, da doppelt.

_______________
I used to be a fan. Now, i`m a windmill.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Krautathaus am 07 Dec, 2020 15:50 27.

07 Dec, 2020 15:49 22 Krautathaus ist offline Email an Krautathaus senden Beiträge von Krautathaus suchen Nehmen Sie Krautathaus in Ihre Freundesliste auf
Krautathaus Krautathaus ist männlich
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Zitat:

Neue Pressungen, vor allem remasterte Scheiben, klingen in meinen Orhen ganz häufig sehr bescheiden. Das Remaster wurde in erster Linie für Digitalmedien erstellt. Vinyl ist längst nur noch ein Beiprodukt. Viele neuere LPs haben einen viel zu hohen Pegel, wodurch die Höhen gern einmal in die Verzerrung gehen. Und viele neuere LPs sind auch nur das CD-Master auf Platte gepresst - ohne korrekte RIAA-Kurve. Ich habe eine Black Country Communion von 2010: der Tiefton ist ein einziges Gebrummel, der Hochton weitgehend Fehlanzeige, keine Dynamik.


Es gibt allerdings etliche Beispiele, die zeigen, dass neue LP Pressungen (also Neuveröffentlichungen) ganz hervorragend klingen.

Wenn die BCC v. 2010 schlecht klingt, wird das wahrscheinlich eher daran liegen, dass der Produzent einen bestimmten Klang favorisiert, der halt dir dann nicht gefällt. Geht mir bei den ganzen Oasis Veröffentlichungen so, ganz egal ob auf LP oder CD.

Gerade im Blues, Rock, Folk, Jazz bin ich fast schon erstaunt, wie gut heutzutage aktuelle Alben aufgenommen sind. Die aktuellen Alben von Bob Dylan, Laura Marling, Natalie Lafourcade (!), Fiona Apple (!),
Lucinda Williams, Chuck Prophet, Avishai Cohen, Bright Eyes, Bill Callahan klingen alle hervorragend und werden gewiß nicht für Vinyl anders gemastert als für CD. Hab ein paar Beispiele von sehr gut aufgenommen aktuellen Alben von Beyonce, Billie Eilish, Alicia Keys bis hin zu den letzten Alben von Giant Sand, die ich als LP und CD habe. Da hab ich schon ein paar Leuten mit Fledemausohren beide Medien vorgespielt und bisher hat keiner einen Unterschied ausmachen können, weil halt gleich gemastert wurde.

Das Billie Eilish Debut ist übrigens auch ein ganz guter Beleg dafür, daß das ganze Gewese um Dynamic Range etwas übertrieben ist, b.z.w. Komprimierung grundsätzlich nichts schlechtes sein muß. Ist aber ein anderes Thema. Hängt wahrscheinlich auch von der Musikrichtung ab.

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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Krautathaus am 07 Dec, 2020 16:04 40.

07 Dec, 2020 15:49 53 Krautathaus ist offline Email an Krautathaus senden Beiträge von Krautathaus suchen Nehmen Sie Krautathaus in Ihre Freundesliste auf
Neidhart
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Zitat:
Original von Krautathaus
Es gibt allerdings etliche Beispiele, die zeigen, dass neue LP Pressungen (also Neuveröffentlichungen) ganz hervorragend klingen.

Wenn die BCC v. 2010 schlecht klingt, wird das wahrscheinlich eher daran liegen, dass der Produzent einen bestimmten Klang favorisiert, der halt dir dann nicht gefällt. Geht mir bei den ganzen Oasis Veröffentlichungen so, ganz egal ob auf LP oder CD.

Gerade im Blues, Rock, Folk, Jazz bin ich fast schon erstaunt, wie gut heutzutage aktuelle Alben aufgenommen sind. Die aktuellen Alben von Bob Dylan, Laura Marling, Natalie Lafourcade (!), Fiona Apple (!),
Lucinda Williams, Chuck Prophet, Avishai Cohen, Bright Eyes, Bill Callahan klingen alle hervorragend und werden gewiß nicht für Vinyl anders gemastert als für CD. Hab ein paar Beispiele von sehr gut aufgenommen aktuellen Alben von Beyonce, Billie Eilish, Alicia Keys bis hin zu den letzten Alben von Giant Sand, die ich als LP und CD habe. Da hab ich schon ein paar Leuten mit Fledemausohren beide Medien vorgespielt, und bisher hat keiner einen Unterschied ausmachen können, weil halt gleich gemastert wurde.

Das Billie Eilish Debut ist übrigens auch ein ganz guter Beleg dafür, daß das ganze Gewese um Dynamic Range etwas übertrieben ist, b.z.w. Komprimierung grundsätzlich nichts schlechtes sein muß. Ist aber ein anderes Thema. Hängt wahrscheinlich auch von der Musikrichtung ab.


Hallo,

dass neue Produktionen auf CD und LP im Prinzip gleich klingen, glaube ich gern, da ja heutzutage nur noch digital aufgenommen und gemastert wird. Und dass die Black Country Communion genau so klingen soll wie sie klingt? Möglich. Dann aber bedauerlich. Vielleicht sollte ich mir das CD-Pendant besorgen, um zu vergleichen. Wenn's genauso klingt, war's wohl Absicht (oder ein Unfall). :D

Zu den ganzen Pop-Scheiben kann ich nichts sagen, da das überhaupt nicht meine Musik ist. Blues und Jazz findet sich zwar auch in meinem Repertoire, ist aber kein Schwerpunkt. Ich pendele ständig zwischen "Klassik" (von Mittelalter bis Moderne) und Rock (von 60ern bis zeitgenössischem Metal) hin und her. Mit Ausflügen ins Elektronikfach. Und ich höre von LP (ca. 60%), CD und DVD/BluRay. Kein Streaming. Nix Dateibasiertes. Na, jedenfalls kaum.

TM hatte ja als Beispiel ältere Aufnahmen genannt, die alle analog aufgenommen und gemastert sind. Und hier gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Veröffentlichungen. Ich würde mir wünschen, dass diese alten Aufnahmen analog remastert würden und dann meinetwegen für die Digitalveröffentlichung nachträglich digitalisiert. Dann hätte man auf Vinyl die bestmögliche Quelle und könnte den Unterschied entsprechend würdigen.

Moderne Produktionen auf Vinyl kaufe ich sehr selten, da es für mich einfach keinen Sinn macht. Das sind digitale Produktionen, die in ihrem medialen Kontext verbleiben sollten. Die Wiedergabe per Vinyl kann da keinen Vorteil bringen. Es klingt womöglich etwas anders, weil das Wiedergabeverfahren, ebenso wie das digitale, aber eben andere, eigene Artefekate hinzuaddiert.

:P

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Neidhart am 07 Dec, 2020 16:15 11.

07 Dec, 2020 16:14 24 Neidhart ist offline Email an Neidhart senden Beiträge von Neidhart suchen Nehmen Sie Neidhart in Ihre Freundesliste auf
vinyl_fan
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Hallo TM,

die Alben habe ich ebenfalls, nachfolgend meine Eindrücke. Ich hatte ja schon mal erwähnt dass für mich lauthören maximal ca. 85 DB sind. Du hattest bei Dir von ca. 100 DB gesprochen, das ändert natürlich Einiges.

Foreigner - Foreigner (gleichnamiger Titel) (alte Pressung)
>> geht so, kommt irgedwie gepresst oder eingeengt rüber, muss ich nicht noch mal hören.
Urgent: Musikgeschehen größtenteils zwischen den Boxen aber beim Refrain ein Synthesizer ähnliches Geräusch was sich links und rechts zu ca. 180 Grad im Raum verteilt.
Juke Box Hero: Viel Dynamik, Bass noch sauber, hörbar, aber Spaß kommt bei mir nicht auf.

CD: Kein relevanter Unterschied, nur die Dynamik ist etwas zurückgenommen, musste die Lautstärke von 33 auf 38 erhöhen.

Pink Floyd - The Dark Side Of The Moon (alte Pressung)
>> Da habe ich erst gestern die Seite 1 gehört und kann ich die von Dir genannten Eindrücke nicht nachvollziehen. Auflösung, Bühne, Bass und Höhen angenehm und konnte insgesamt genossen werden.

Pink Floyd - Wish You Were Here (*alte* Pressung)
>> Ähnlich wie bei The dark side of the moon.

The Alan Parsons Project - Tales Of Mystery And Imagination (alte Pressung)
>> The Fall of the House of Usher: Sehr gut, der erste Teil, glockenklar aber nicht lästig, beim Gewitter möchte man instinktiv aufspringen und die noch offenen Fenster schließen. Alle Klangelemente und Instrumente haben ihren festen Platz, akustische Instrumente schwingen schön aus und die Breite der Bühne geht weit über die Lautsprecher hinaus. Nichts wirkt lästig oder aufgedunsen.

Ich höre alle Musikrichtungen, auch neue Pressungen, hier nur einige Beispiele welche ich gerne spiele:
Neil Young
Hooker 'n Heat
Pink > Try
Metallica > Now that we're dead
Vivaldi > Recomposed by Max Richter
Jan Garbarek > I Took Up The Runes
Hannes Wader und alle Liedermacher aus dieser Epoche
.
.
.

Zu den TA's; AT hatte ich nur einmal vor ca. 30 Jahren in einem Thorens verbaut, meinen persönlichen Geschmack traf das damals nicht. Im Nachfolger war dann ein Goldring verbaut, damit konnte ich gut leben. Als ich dann zu einem Phonopre mit Röhren wechselte wurde auf MM umgestellt und ein Cartridgeman Music Maker mit den Isolator verbaut. Das klang dann schon richtig toll.

Mittlerweile bin ich bei SME und den TA von Transrotor gelandet, welche ja auch von Goldring gefertigt werden. Vor dem Transtrotor Phonopre hatte ich auch den Project, bei mir hat der wirklich klasse gespielt.

Alles trifft natürlich nur für meine Lauscher und Tagesform zu und kann von anderen Ohren völlig anders wahrgenommen werden.

Vielleicht konnte ich etwas weiterhelfen.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von vinyl_fan am 08 Dec, 2020 05:56 04.

07 Dec, 2020 17:34 41 vinyl_fan ist offline Email an vinyl_fan senden Beiträge von vinyl_fan suchen Nehmen Sie vinyl_fan in Ihre Freundesliste auf
Krautathaus Krautathaus ist männlich
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Original von Neidhart
Zitat:
Original von Krautathaus
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Wenn die BCC v. 2010 schlecht klingt, wird das wahrscheinlich eher daran liegen, dass der Produzent einen bestimmten Klang favorisiert, der halt dir dann nicht gefällt. Geht mir bei den ganzen Oasis Veröffentlichungen so, ganz egal ob auf LP oder CD.

Gerade im Blues, Rock, Folk, Jazz bin ich fast schon erstaunt, wie gut heutzutage aktuelle Alben aufgenommen sind. Die aktuellen Alben von Bob Dylan, Laura Marling, Natalie Lafourcade (!), Fiona Apple (!),
Lucinda Williams, Chuck Prophet, Avishai Cohen, Bright Eyes, Bill Callahan klingen alle hervorragend und werden gewiß nicht für Vinyl anders gemastert als für CD. Hab ein paar Beispiele von sehr gut aufgenommen aktuellen Alben von Beyonce, Billie Eilish, Alicia Keys bis hin zu den letzten Alben von Giant Sand, die ich als LP und CD habe. Da hab ich schon ein paar Leuten mit Fledemausohren beide Medien vorgespielt, und bisher hat keiner einen Unterschied ausmachen können, weil halt gleich gemastert wurde.

Das Billie Eilish Debut ist übrigens auch ein ganz guter Beleg dafür, daß das ganze Gewese um Dynamic Range etwas übertrieben ist, b.z.w. Komprimierung grundsätzlich nichts schlechtes sein muß. Ist aber ein anderes Thema. Hängt wahrscheinlich auch von der Musikrichtung ab.


Hallo,

dass neue Produktionen auf CD und LP im Prinzip gleich klingen, glaube ich gern, da ja heutzutage nur noch digital aufgenommen und gemastert wird. Und dass die Black Country Communion genau so klingen soll wie sie klingt? Möglich. Dann aber bedauerlich. Vielleicht sollte ich mir das CD-Pendant besorgen, um zu vergleichen. Wenn's genauso klingt, war's wohl Absicht (oder ein Unfall). :D

Zu den ganzen Pop-Scheiben kann ich nichts sagen, da das überhaupt nicht meine Musik ist. Blues und Jazz findet sich zwar auch in meinem Repertoire, ist aber kein Schwerpunkt. Ich pendele ständig zwischen "Klassik" (von Mittelalter bis Moderne) und Rock (von 60ern bis zeitgenössischem Metal) hin und her. Mit Ausflügen ins Elektronikfach. Und ich höre von LP (ca. 60%), CD und DVD/BluRay. Kein Streaming. Nix Dateibasiertes. Na, jedenfalls kaum.

TM hatte ja als Beispiel ältere Aufnahmen genannt, die alle analog aufgenommen und gemastert sind. Und hier gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Veröffentlichungen. Ich würde mir wünschen, dass diese alten Aufnahmen analog remastert würden und dann meinetwegen für die Digitalveröffentlichung nachträglich digitalisiert. Dann hätte man auf Vinyl die bestmögliche Quelle und könnte den Unterschied entsprechend würdigen.



Eigentlich wollte ich damit nur sagen, daß es vollkommen belanglos ist, ob eine Aufnahme komplett analog entstanden ist (wie noch vor den 80ern) oder nicht. Es gibt in meinen Ohren Aufnahmen der post-80er Ära die besser klingen, als Aufnahmen der pre-80er Ära. Will sagen, ob mir eine Aufnahme gefällt oder nicht, hat weniger mit der Technik zu tun, sondern mit der Idee des Künstlers/Produzenten.

Mir gefällt allerdings gerade im Rock/Folk Bereich die Soundästhetik der Abmischungen zw. 1969 und 1974 sehr gut. Was aber nicht heißt, daß es nicht genügend Aufnahmen der letzten 20 Jahre gäbe, die es mit den besten der 60/70s aufnehmen könnten.

Dass es natürlich immer optimal ist, alte Aufnahmen entsprechend von den Masterbändern analog zu mastern ist klar, aber das ist schon auch sehr aufwendig, sprich teuer. Es gibt ab und zu noch ein paar Künstler die all analog auch neu veröffentlichen, manche im Jazz, im Rhythm & Blues kenne ich da Kitty, Daisy and Lewis und den Nick Waterhouse.

Vor 15 Jahren dachte ich auch noch digital wäre kalt und analog wäre warm. Aber das hält zumindest mit meinen Ohren keiner Prüfung mehr stand.

Und für mich als Vinylfan hat das Medium hauptsächlich haptische und emotionale Vorteile, eine Veröffentlichung als Gesamtpacket zu genießen und ohne Brille die Titel noch lesen zu können. Außerdem machen Plattenspieler mehr Spaß als CD-Player, solange man sich nicht in der Welt der unerschöpflichen Verbesserungen verliert, wie weiter oben.

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07 Dec, 2020 18:12 24 Krautathaus ist offline Email an Krautathaus senden Beiträge von Krautathaus suchen Nehmen Sie Krautathaus in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
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Hi TM-Enjoy,

also ich finde daß du die Situation sehr gut und plastisch beschrieben hast.

Wie gesagt, scheint von der Theorie alles super zu passen. Das ist ein toller Dreher, einer der besten bezahlbaren Tonarme auf dem Weltmarkt und auch das Ortofon System sollte top sein.

Warum das trotz akribischer Justage nicht ganz so spielt wie gewünscht, kann man aus der Ferne leider nicht sagen, dazu müsste man ich einen eignen Höreindruck verschaffen.

Was ich allerdings sicher weiß, ist daß gerade bei Analog die Synergie das Wichtigste ist und das Endergebnis weitaus mehr als die Summe der Teile ist. Ich hatte selber auch schon diverse Plattenspieler, (TD-160, Mythology Zeus, der LP12 Killer ;-), einen Ur-Scheu, Dual 1229) einige Tonarme (Rega RB250, modifiziert, RB 300, Mission Mechanic, Mørch UP-4, Scheu Arm, Jelco SA250, Audiomods Classic) und Tonabnehmer (Grado Gold, Grado The Reference, Goldring Eroica und 1042, Sumiko Blue Point Special, Denon DL103, Lyra Lydian Beta, MC Scheu)
und auch hochwertige integrierte Phonostufen von StSt und Audible Illusions.
Letztlich klang keine der zahllosen Kombinationen ganz so wie erhofft!
Der Durchbruch kam erst mit den portugiesischen Röhren Phonopres von Joaquim Pinto (die leider kaum erhältlich sind) und dem Anti-Lenco, der aus einer genialen Kombination von antiken und optimierten Mittelklassekomponenten besteht (Lenco Laufwerk, Thorens TP-11 Tonarm getunt mit Carbonrohr und Shure M75-6S Abtaster mit Jico SAS Nadel). Alles Standardware aber raffiniert getunt und in eine ausgefuchste Zarge eingebaut klingt das nun endlich so wie ich immer wollte.

Zu den Platten kann ich mich ziemlich den Vorrednern anschließen, DSotM und WYWH sollten eigentlich sehr gut und satt klingen, von der Tales hab ich eine deutsche Originalpressung und ein Digital Remaster, ehrlich gesagt so dolle find ich die gar nicht, so kommen z.B. die Orchesterpassagen nicht an eine gute Klassikaufnahme ran.

Die von vinyl_fan erwähnte Jan Garbarek > I Took Up The Runes gehört dagegen mit zu den besten LP Aufnahmen die mir bekannt sind.

Generell würde ich sagen:

Sofern das gleiche Master zugrunde liegt, wird eine Aufnahme auf CD oder HiRes File der LP prinzipbedingt überlegen sein, wie es z.B. bei den meisten ECM der Fall ist, wobei aber die Unterschiede oft recht gering sind.

Es gibt auch moderne LP Pressungen die deutlich schlechter als CD sind (die 180 g Pressung von Norah Jones, Feels like Home z.B. die ich habe oder Buena Vista Social Club und andere mehr). Aber - es gibt auch Vinyl Pressungen, von denen ich keine Digitalversion kenne die da rankommt, z.B. ELP die erste als englisches Original, King Crimson - In the Wake of Poseidon als offizielles Remaster, DSotM als Ur-MFSL, Fleetwood - Rumours, Clannad - Macalla etc.

Meistens ist bei älterem Vinyl die Originalpressung aus dem Ursprungsland (oft ja UK oder USA) die beste und die deutsche Version schlechter. Manche alten Nachpressungen (Nice Price, ZYX, Mikulski etc.) sind übel, manche top. Bei modernen Billig-Neuauflagen verhält es sich ähnlich.

Edel-Pressungen von MFSL können top sein oder auch na ja. Analogue Productions sind meist erste Sahne. Aber insgesamt steckt man da leider nicht drin...

LG
Manfred

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von mannitheear am 07 Dec, 2020 19:58 32.

07 Dec, 2020 19:58 00 mannitheear ist online Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
fkjazz fkjazz ist männlich
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Einen interessanten Vergleich kann man mit
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 15 in A-Dur, op. 141
Duisburger Philharmoniker, Jonathan Darlington

von Acousense ( Ralf Koschnicke ) anstellen.

Die Aufnahme (die klanglich und interpretatorisch hervorragend ist, digital aufgenommen)
gibt es als Vinyl, CD sowie 24/96 und 24/192 High Resolution Version .
Ich habe Vinyl und HD Version bei mir gehört, die Vinylausgabe liegt für mich vorne und zählt für mich zu den klanglich besten Orchesteraufnahmen auf Schallplatte.

_______________
Gruß Friedrich

07 Dec, 2020 21:39 30 fkjazz ist offline Email an fkjazz senden Beiträge von fkjazz suchen Nehmen Sie fkjazz in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
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Hallo Friedrich,

Weißt du wo man die LP bekommt?

LG
Manfred

07 Dec, 2020 21:58 46 mannitheear ist online Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
TM-Enjoy TM-Enjoy ist männlich
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Moin Leute,

vielen Dank nochmal allen für euer Feedback und eure Unterstützung!

--------------------------------

Den nachfolgenden Text habe ich bereits vor einigen Stunden via Smartphone im Auto wartend etwas vorgefasst, kam aber nicht mehr dazu ihn online zu stellen. Text passt jetzt nicht mehr so ganz bzgl. Inhalt und Chronologie, da mittlerweile auch einige weitere Berichte von euch folgten :-). Habe aber gerade nicht mehr den nötigen Nerv ihn anzupassen, da ich erst seit kurzer Zeit wieder zuhause bin...Autopanne, ADAC & Co, langer Tag, kalt-hungrig-müde. Gehe deswegen heute nicht mehr so spezifisch auf alle Dinge ein...sorry.

--------------------------------

Auf unterschiedliche Qualitäten bei aktuellen oder damaligen Vinyl-Pressungen, schwere oder leichte LP, Digital Remastered oder nicht, teils fehlende Dynamik oder Stichwort „Loudness War“, möchte ich aktuell nicht allzu sehr eingehen. Denn, ich habe (zumindest auf dem Papier) eine nicht ganz so schlechte Vinyl-Kette hier stehen...zudem eine (zwar bescheidene) Auswahl an LP's, aber immerhin ist so einiges dabei...alt-neu, gute-schlechte Pressungen, gute-schlechte Aufnahmequalitäten, guter-schlechter Zustand, leichtes-schweres Gewicht, analog Master/digital Remastered, Rock/Metal/Klassik...eine solide Verkabelung und eine gute Justierung aller Komponenten...aber,...

...da müssten dann doch eigentlich ein paar mehr als nur ein-zwei Schallplatten dabei sein, die so richtig „sahnemäßig“ klingen und mir ab und zu mal ein fettes, breites Grinsen ins Gesicht und 'ne amtliche Gänsepelle in den Nacken zaubern oder? Bei mir scheint da aber irgendwie der Wurm drin zu sein...irgendwas passt da noch nicht so ganz...bei all meinen anderen Quellgeräten und den meisten Tonträgern gelingt mir das doch auch - Topsound - bin damit sehr, sehr zufrieden.

Lese häufig (auch hier im KK-Forum), wie zufrieden viele andere „Schwarzhörer“ sind und dass der richtige „Wohlfühlsound“, bei ihnen erst beim Auflegen einer guten LP vollends einrastet. Zudem, den Klang von vielen CD's im Direktvergleich zu guten LP's, hier klar den Vinyl-Sound präferieren.

Kann ich auch ganz gut nachvollziehen...jedoch nur, wenn ich das am Sound meiner „Pink Floyd-The Wall“ LP, abgetastet und gehört mit dem MC Rondo Bronze festmachen würde. Der ganze Rest wäre aber bei mir eher nur mit...„naja, okay akzeptabel - bis - ganz schön grottig“ zu bewerten. Zumindest im Vergleich zu Klang, Bühne u. Räumlichkeit wie ich es sonst von CD, SVCD, BluRay, DVD-Audio u. Stream üblicherweise gewohnt bin.

Ich möchte betonen, dass ich das ganze Thema auch eigentlich nicht zu perfektionistisch angehe (...außer beim Justieren...da übertreibe ich's vielleicht manchmal ein bisschen...;-)). Insgesamt visiere ich eher die etwas über 90% Marke an - keinesfalls aber die 99,9%...zu teuer, zu zeitaufwendig, bisher zu wenig Herzblut entwickelt - vielleicht auch deshalb, weil ich trotz Interesse und heftigsten Flirtversuchen, immer die kalte Schulter von Diva Lady-Vinyl gezeigt bekommen habe. Ich wäre schon sehr happy, wenn ca. die Hälfte meiner LP's den Klangvergleich mit einer CD nicht scheuen müssten...und ein paar von denen auch mal klammheimlich toppen würden ;-).

Eventuelle Probleme bzgl. Aufstellung, Standsicherheit, Resonanzen, Rückkopplungen, Schwingungen, Unruhe im Unterbau/Chassis, usw., konnte ich bisher nicht feststellen. Würde diesbezügliche Maßnahmen für mein System dann doch eher im Feintunig-Bereich sehen. Der Plattenspieler steht derzeit auf einem schweren Eiche-Massivholz-LowBoard, welches wiederum auf Laminat mit recht dicken Teppichboden steht - bisher keine Auffälligkeiten.

Der Hersteller Pro-Ject gab in seiner Beschreibung zum Laufwerk bzgl. Chassis u. Standfüße damals folgendes an (Kaufjahr war ca. 2012/2013):

*** Achtung! Werbetext des Herstellers für sein Produkt aus ca. 2010/2011 ***

- Sorbothane® bedämpfter, präzisionsgewuchteter Sandwich-Teller aus spezieller Legierung und Vinyl-Auflage.
- Massloaded: Das Chassis ist ein mit Metallgranulat gefülltes MDF-Gehäuse für hohe Masse und niedrigste Eigenresonanz.
- Höhenverstellbare, magnetunterstützte Füße für eine perfekte mechanische Entkopplung des Chassis von der Stellfläche.

Im High-End Klassiker Pro-Ject Xtension 12 Evolution wurden all unsere Erfahrungen aus 18 Jahren Plattenspielerbau verwendet, wobei erstmals keine Limitierung des Aufwandes unter Kostengründen im Vordergrund stand. Zusätzlich zur bewährten Technik unserer High End Modelle wurden für den Xtension 12 Evolution weitere Ideen für die optimale Schallplattenwiedergabe umgesetzt. Schon im Modell 6 PerspeX bewährte sich die Entkoppelung des Subchassis vom Hauptchassis durch Magnetfelder bestens. Im Xtension 12 Evolution werden vier Magnetfeld-Füße verwendet, um das Laufwerk mechanisch perfekt von seiner Stellfläche zu entkoppeln. Zwei gleichpolige Magnete in den Standfüßen lassen den Plattenspieler quasi schweben. Verbunden mit der Masse des Xtension 12 Evolution von über 25 kg wird eine mechanische Beeinflussung des Abtastvorgangs weitgehend unterbunden. Für den Plattenteller entwickelten wir spezielle Gusslegierung. Dieser wurde mit recycelten Vinylplatten verklebt und perfekt feingewuchtet. Der Teller wurde innen mit einem Sorbothane®-Streifen bedämpft. Wir erhalten so einen schweren, völlig resonanzfreien Plattenteller. Die Tonarmbasis besitzt eine hohe Masse, um die vom Tonabnehmer und Tonarm erzeugte Störenergie aufnehmen zu können. Der Xtension 12 Evolution besitzt eine elegante, handgefertigte Abdeckhaube mit justierbaren Scharnieren.

*** Ende des Werbetextes ***

Als Kunde habe ich mich damals darauf verlassen (heute übrigens auch noch), dass die da was recht Solides entwickelt haben - es gab von mir bisher auch keine Beanstandungen.

Schönen Abend und eine gute Nacht!
Besonderen Dank nochmal an Manfred und alle anderen!

Beste Grüße und HiFive, von TM-Enjoy Dankeschön

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von TM-Enjoy am 08 Dec, 2020 12:43 07.

07 Dec, 2020 22:41 47 TM-Enjoy ist offline Email an TM-Enjoy senden Beiträge von TM-Enjoy suchen Nehmen Sie TM-Enjoy in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



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Morjen morjen,

ist das heute alles zu einer Wissenschaft geworden mit Schallplatte:)

Das geht ja schon bei den Pressungen los.

Zu meiner Zeit gabs so was wie Schablonen usw. gar nicht.

Player im Laden gekauft und plug und play - ggf. an der Gewichtsauflage mehr Saft drauf gegeben, wenn die Platten leicht ins Springen kamen.

Stand bei mir meistens - wegen schwingenden Boden (1890er Altbau und mein Zimmer damals im zweiten Stock)- auf 3,5 gramm.

Plattenwaschmaschine und Phono Verstärker extern kannte zu meiner Zeit in den 70ern auch kein Mensch.

Dafür gabs Bürsten, Sprays und Naßabspielarme.

Als ich schon länger weg war von Schallplatte habe ich mal gelesen, daß es Geräte geben würde, die Schallplatten digital abspielen - also verschleißfrei mit einem Laser abtasten.

War das ein Aprilscherz in den Hifi Gazetten, oder gibt oder gab es das wirklich?

Und wenn ja, warum hat sich das nicht durchgesetzt?

Das muß irgendwann in den 90er Jahren gewesen sein.

Ich überlege mir übrigens meine liebsten Scheiben nochmal auf Schallplatte zu kaufen - obwohl ich keinen Plattenspieler habe - rein, um die geilen Klappcover und Booklets zu lesen.

Allen voran das 1984er Live to death Doppelalbum von Iron Maiden, weil da war ein mindestens 30 Seiten dickes Tourheft dabei.

Da muß ich mir aber erstmal Gedanken machen, bei welchen Scheiben damals fette Booklets usw. dabei waren.

Manche Platten gabs auch nur lieblos - Hülle vorne und hinten bedruckt - und innen nur weißes Papier Inlay.

:S

_______________
Boah klingt das geil!

08 Dec, 2020 08:19 34 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
Neidhart
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Zitat:
Original von Kellerkind
Morjen morjen,

Als ich schon länger weg war von Schallplatte habe ich mal gelesen, daß es Geräte geben würde, die Schallplatten digital abspielen - also verschleißfrei mit einem Laser abtasten.

War das ein Aprilscherz in den Hifi Gazetten, oder gibt oder gab es das wirklich?

Und wenn ja, warum hat sich das nicht durchgesetzt?

Das muß irgendwann in den 90er Jahren gewesen sein.

:S


Hallo Werner,

den Plattenspieler, der nicht per Tonarm/Tonabnehmer/Nadel abtastet, sondern per Laser gab/gibt es wirklich: ELP Laser Turntable. Allerdings ist der ganze Vorgang nicht digital, sondern ganz gewöhnlich analog. Das war aber, meine ich, nie wirklich als Massenprodukt geplant, da auch ziemich teuer. Soweit nir bekannt, verwenden Archive und dergleichen solche, um verschleißfrei abspielen zu können.

08 Dec, 2020 10:07 55 Neidhart ist offline Email an Neidhart senden Beiträge von Neidhart suchen Nehmen Sie Neidhart in Ihre Freundesliste auf
Neidhart
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Dabei seit: 27 Sep, 2016
Beiträge: 224

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Zitat:
Original von TM-Enjoy
Moin Leute,

[...]

- Sorbothane® bedämpfter, präzisionsgewuchteter Sandwich-Teller aus spezieller Legierung und Vinyl-Auflage.
- Massloaded: Das Chassis ist ein mit Metallgranulat gefülltes MDF-Gehäuse für hohe Masse und niedrigste Eigenresonanz.
- Höhenverstellbare, magnetunterstützte Füße für eine perfekte mechanische Entkopplung des Chassis von der Stellfläche.

[...]

Beste Grüße und HiFive, von TM-Enjoy Dankeschön


Hallo TM,

mit Bedämpfungen u.a. auf Sorbothane-Basis habe ich bislang keine guten Erfahrungen gemacht. Es gibt allerhand Tuningprodukte, Basen und Dämpfer nicht nur für Plattenspieler auf dieser Basis, und ich konnte immer feststellen, dass diese Dinger der Musik Energie entziehen. Im ersten Augenblick hört es sich tatsächlich ruhiger an, aber diese "Ruhe" ist ein Schein.

Wohlgemerkt bezieht sich meine Aussage auf Produkte, die zur Bedämpfung von Vibrationen und Resonanzen eingesetzt werden. Ich kenne die zugehörigen Messschriebe, und danach klingen Schwingungen tatsächlich sehr viel schneller aus. Aber nach meiner Erfahrung dehnt sich das auch auf die Musik aus.

Das soll keinerlei Wertung zu deinem Laufwerk sein, das ich, wie oben schon gesagt, nicht aus eigener Erfahrung kenne.

Da dein Dreher auf einem massiven Unterbau steht, wäre hier ein Versuch mit etwas "Leichtem" eine Idee. Ich kenne richtig gute Plattenspieler, die auf schweren Sideboards stehen und einfach nicht aus dem Quark kommen.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Neidhart am 08 Dec, 2020 12:00 03.

08 Dec, 2020 10:21 21 Neidhart ist offline Email an Neidhart senden Beiträge von Neidhart suchen Nehmen Sie Neidhart in Ihre Freundesliste auf
Krautathaus Krautathaus ist männlich
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Zitat:
Bei mir scheint da aber irgendwie der Wurm drin zu sein...irgendwas passt da noch nicht so ganz...bei all meinen anderen Quellgeräten und den meisten Tonträgern gelingt mir das doch auch - Topsound - bin damit sehr, sehr zufrieden.


So groß darf bei deinem Aufwand der klangliche Unterschied zu z.B. CDs nicht sein. Bevor du dich weiter in Feintuning verlierst: kannst du dir mal eine abgestimmte Kombi (Plattenspieler und Vorverstärker) von jemand vorbeibringen lassen und dann an deine Anlage hängen? Wäre mal interessant zu erfahren, ob du mit einer andere Kombination auch solch einen Klangunterschied zur CD hörst. Oder du nimmst mal deine Plattenspieler/Vorverstärker Kombination zu jemanden mit und hängst die an dessen Anlage, um dann dort mit einer CD zu vergleichen.

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08 Dec, 2020 10:38 35 Krautathaus ist offline Email an Krautathaus senden Beiträge von Krautathaus suchen Nehmen Sie Krautathaus in Ihre Freundesliste auf
TM-Enjoy TM-Enjoy ist männlich
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Moin Leute,

Freunde und Bekannte von mir beschäftigen sich alle nicht großartig mit dem HiFi-Hobby. Richtige HiFi-Fachhändler, die diesbezüglich vielleicht weiterhelfen könnten (Leih-/Testgeräte, Hörraum, Vergleichsmöglichkeiten, etc.), gibt es hier im ländlichen Gebiet ebenfalls nicht. Der von mir genannte Bekannte, der „Analog-Vinyl-Fetischist der alten Schule“ (...eher nur ein flüchtiger Kontakt), ist komplett im PA-Bereich unterwegs. Er sagte mir bereits, dass ich mit seiner Art Musik zu hören wohl nicht allzu viel anfangen können werde - zu unterschiedlich wären da unsere Ausrichtungen ans „Musik-Hobby“ heranzugehen.

Ich werde das Thema für mich erst einmal wieder auf die Seite legen oder auch legen müssen. HiFi ist für mich ein sehr schöner Teil meines Lebens, aber nicht mein Lebensmittelpunkt. Zudem wird mich der Dezembermonat in einigen anderen Bereichen noch ganz schön herausfordern.

Mich im Feintuning zu verlieren oder größeres Geld für aufschlussreichere Hardware-Tests in die Hand zu nehmen, das möchte ich zur Zeit nicht. Vinyl wird vorerst wohl weiter eine „Hass-Liebe-On-Off-Beziehung“ für mich bleiben. Dem AT werde ich noch weitere Einspielzeit gönnen und vielleicht über die Feiertage das bisher ungenutzte „Geschändete MC“ mal drunter schrauben ;-).

Unser Forenmitglied M. R. (Martin) hat eine gut funktionierende Vinyl-Kette in sein System integriert - meines Wissens sogar ebenfalls mit einem AT-VM95ML als Abtaster. Er wohnt auch nicht sehr weit weg und war vor einigen Monaten zwecks „Testhören+Workshop“ bereits bei mir - ich glaube „Vinyl“ haben wir damals nicht getestet. Ich werde nächstes Jahr mal bei Martin anfragen, wie es mit einem „Probehören“ bei ihm ausschaut.

An dieser Stelle noch einmal meinen allerherzlichsten DANK AN ALLE, die hier so interessiert mitgelesen und sich wahnsinnig toll beteiligt u. geholfen haben!!! :B :F :B

Beste Grüße und HiFive, von TM-Enjoy Dankeschön

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von TM-Enjoy am 09 Dec, 2020 07:07 00.

08 Dec, 2020 12:39 15 TM-Enjoy ist offline Email an TM-Enjoy senden Beiträge von TM-Enjoy suchen Nehmen Sie TM-Enjoy in Ihre Freundesliste auf
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