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Kellerkind-Audioforum » Erfahrungsaustausch » Tuning » PSU Umbau Mutec MC-3+ USB » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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mannitheear
Routinier


Dabei seit: 04 Nov, 2020
Beiträge: 359

PSU Umbau Mutec MC-3+ USB Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Tja, manche Sachen muss man selbst ausprobieren um zu erfahren was dran ist.

Seit einiger Zeit nutze ich ja einen Mutec MC3+ Reclocker nebst Ref10 Clock zwischen dem Cocktail Audio X50D Server/Streamer und dem DAC, was etwas mehr an Auflösung und Information gebracht hat.

Mit dem Antiton Arno habe ich nun ja einen Verstärker gefunden der hohe Transparenz mit excellenter Musikalität verbindet. So könnte eigentlich alles toll sein, wenn, ja wenn nicht hin und wieder etwas digitale Härte auftreten würde. Das schon seit geraumer Zeit und auch der Arno konnte das nicht wie gehofft abstellen. Auch die Extremi wurde zu unrecht verdächtigt, da das Phänomen auch bei meinen ProAC Mini-Monitoren hörbar war.

Man sollte ja hin und wieder seine Wahrheiten überprüfen. Sollte am Ende das reclocking die Ursache sein? Also habe ich mal testweise den DAC direkt an den Cocktail Audio angeschlossen - und tatsächlich war die Härte quasi weg. Die etwas reduzierte Auflösung fällt aufgrund der tollen Transparenz des Arno weniger denn je ins Gewicht und so könnte man ja eigentlich zufrieden sein.

Aber man will's dann doch immer wissen und natürlich hatte ich schon vor längerer Zeit im Internet auch gelesen dass diese digitale Härte dem im Mutec verbauten Schaltnetzteil in Verbindung gebracht wird und der Umbau auf ein Linearnetzteil dem abhelfen soll. Das hatte ich dann aber verdrängt bzw versucht, dauerhaft zu ignorieren - um nun feststellen dass da eventuell doch was dran sein könnte.

Das Problem ist, dass das Schaltnetzteil im MC3+ USB fest verbaut ist, man also am Gerät rumoperieren muss. Das ist zwar im Prinzip reversibel, aber dennoch ein Schritt den man nicht gerne oder leichtfertig macht.

Die entsprechenden Infos im Internet waren aber recht vollständig und ließen hoffen, dass diese Sache nicht allzu schwierig ist und vor allem reversibel und ohne großes Risiko durchgeführt werden kann.

Also wurde am Wochenende der Mutec zerlegt, mit Hilfe eines Entlötkolbens die Verbindung zum Schaltnetzteil getrennt und die Netzbuchse ausgebaut. Dann eine Aluminiumplatte zugesägt die den Platz der Netzbuchse einnimmt und in diese die 2polige Buchse zum externen Netzteil eingebaut, in diesem Fall sollte einer der vier Ausgänge eines HDPlex die Stromversorgung übernehmen.

Nach dem Wiederzusammenbau des Gerätes blieb nur noch die Konfektion eines passenden Kabels zwischen Mutec und HDPlex. Nachdem ich ungefähr 10 mal die korrekte Polarität gecheckt hatte wurde das Kabel eingesteckt und das Netzteil eingeschaltet. Völlig unspektakulär begann der Mutec seine übliche Lightshow abzuspielen und ein Funktionstest ergab dass alles wie gehabt funktioniert. Große Erleichterung!

Die ersten Hörtest verliefen vielversprechend, diese komische Härte bei manchen Aufnahmen ist tatsächlich weg!
Jetzt hoffe ich mal, dass sich das auf Dauer bestätigt!

Prost

31 Oct, 2022 20:30 51 mannitheear ist offline Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
Routinier


Dabei seit: 04 Nov, 2020
Beiträge: 359

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PS:
Auf Bilder habe ich verzichtet, da die Geschichte in diversen Foren mehrfach dokumentiert ist. Meine Inspirationen kommen von diesen Quellen die ich hiermit gerne nenne:

https://audiophilestyle.com/forums/topic...denize-edition/
Die ersten 5 Fotos zeigen um was es genau geht und es wird gut beschrieben wie man das Gerät zerlegt etc.
(Die anderen hier beschrieben Modifikationen habe ich übrigens nicht gemacht.)

Hier noch ein Link in deutsch:
https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic....=5902&start=300

31 Oct, 2022 20:52 24 mannitheear ist offline Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
Micromara Micromara ist männlich
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Dabei seit: 09 Mar, 2017
Beiträge: 2781

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Danke für diese Info , sehr interessant sowie informativ. Diese " digitale Härte " die Du beschrieben hast erinnert mich an die Anfänge der CD Player in den frühen 80ziger Jahren. Die Klangbilder waren zwar dynamischer und ohne analoge Nebengeräusche aber eben irgendwie " antiseptisch kalt " in Bezug auf die damalige Hochzeit der analogen Dreher. Vielleicht mit dem vergleichbar was Du meintest.

Diese Wahrnehmung der " digitalen Härte " setzt sich dann im Kopf fest , wird vergessen aber kommt dann immer wieder ins Bewusstsein. Schliesslich handelt man , wie Du es getan hast ! Das ist der einzige Weg sich wieder entspannt der Musik zu widmen. Dennoch merkwürdig das man einem Recloker in dieser Preisklasse so etwas nachsagt und der Einbau eines Linear Netzteils diese Problematik beseitigt. Ich setzte selbst Linear Netzteile ein , kann das also nachvollziehen.

Ja, die Schritte zum Umbau sind nachvollziebar erklärt. Schön das es Dir gelungen ist diesen Umbau zu realisieren . Ich nehme an Du hast auf den Duelund Cap verzichtet ? Ich wohl nicht ..wenn ich einmal ne Kiste offen habe , schaue ich was geht Grinsengel

LG MM

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*** There are too much thread narcissists and truth deniers in this world ***

31 Oct, 2022 21:18 29 Micromara ist offline Email an Micromara senden Beiträge von Micromara suchen Nehmen Sie Micromara in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
Routinier


Dabei seit: 04 Nov, 2020
Beiträge: 359

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Hi MM,

ja der Weg ist genau wie du schreibst, die kleinen klanglichen Problemchen setzen sich im Kopf fest bis man unbedingt was dagegen tun will.

Wobei digitale Härte viel zu pauschal ist, es handelt sich eigentlich um eine Überbetonung oder Verhärtung einer bestimmten Frequenz. Werner könnte die Frequenz (en) sicher genau benennen. Störend ist es nur bei einigen Aufnahmen und es betrifft vor allem Streicher, weniger oft Klavier und selten Stimmen.

Insgesamt klingt es natürlich nicht nach dem grausamen ausgezehrten Sound der 80er, im Gegenteil werden gerade einige Aufnahmen aus der Zeit sogar erstmals genießbar.

Der Weg zum persönlichen Ideal ist halt steinig, und dass so ein Problem überhaupt auftritt ist schon irgendwie auch abstrus.

Mit Duelunds habe ich hier (noch) nichts gemacht, vielleicht folgt das noch obwohl ich Löteingriffe bei relativ neuen Geräten lieber vermeide. Mal sehen.

Liebe Grüße
Manfred

31 Oct, 2022 22:15 04 mannitheear ist offline Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Schnurr-Kapellenmeister



Dabei seit: 07 Nov, 2014
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Guten Morgen Manni und MM,

von Härte kann ich zeitlebens ein Leidenslied - eine Arie! - singen -

das ist für mich - seit ich von Schallplatte weg bin immer wieder ein Problem gewesen - nun schon 30 Jahre.

Die erste CD Playergeneration, die überall über den grünen Klee gelobt wurde, ging gar nicht an mich, das klang für mich alles - steril und laut gehört kratzig und hart im Ohr. Da war ich schon im Laden bedient und nahm so was gar nicht mit nach Hause.

Erst 20 Jahre später erklärte mir der Schwiegersohn eines CD Player Entwicklers warum das angeblich so war - wenn ich mich recht erinnere wurde die CD auf 16 Bit ausgelegt - aber die Wandler damals konnten eigentlich nur 13 bit und es mußte getrickst werden, wodurch sich gröbere Stufen ergaben.

1991 kaufte ich meinen ersten CDP und verschenkte ihn schon nach ein paar Monaten wieder, da ich damit beim besten willen nicht hören konnte - der hatte aber definitiv schon 16 bit.

1992 kaufte ich den nächsten - der hatte schon 18 bit und irgendsoeine digitale Rauschunterdrückung - die hieß Zero Distortion Schaltkreis - es war der CD Z 5000 von Teac - das klang etwas eingematscht alles - aber ich konnte wenigstens mit hören -

kurz darauf kaufte ich eine Laufwerks Wandler Kombi, die machte mich schon eher happy - war das P 500 D 500 von Teac, schon Monate später wechselte ich auf denP 700 D 700, dann den Kombi Player X 1 und dann auf die große P 2 D 2 Flagschiffkombi - alles innert ca. 2 Jahren.

Fragt mich nicht warum, aber die arbeiteten mit 4 - und das D 3 später mit 8 !! Wandlern pro Kanal - bei den 2er 18 bit, bei den 3er 8 20 Bitler und dann zusätzlich Rauschunterdrückungsschaltkreisen und Jitterbeseitigungsschaltkreisen ------

Jitter war etwas - daß wohl zu Anfängen der CD gar keiner auf den Schirm hatte!

Mehr oder weniger blieb aber immer ein Thema bei mir - lange und laut Metal hören wurde mir zu hart!

Leider hatte ich da aus Platzgründen schon alle meine Schallplatten verkauft oder verschenkt.

Ich hab mir in den 90ern den Wolf gesoundet, zig amps und Vor und Endstufen gekauft - hordenweise Lautsprecher und kilometerweise Kabel -

das Problem blieb immer mehr oder weniger stark ausgeprägt das selbe - spätestens nach 4 oder 5 Stunden hören war ich "satt" und die Ohren "platt" von Härten.

Wirklich losgeworden bin ich das erst ca. 2005 - als ich von LFD einen DAC Wandler von Dr. Richard Bews gebaut bekam (weltweit 14 Stück damals)- der als Kern einen Ultra Analog Chip hatte, und handverdrahtet ausgeführt wurde ohne Relais.

Dummerweise verkaufte ich den damals weil ich mir von Teac die große P 70 D 70 Kombi anschaffte und 2 Mal günstig neu schießen konnte -
und die Stereoplay das als nonplusultra der Musikwiedergabe krönte.

Klang ja auch super - aber nicht so geschmeidig wie der Dac 3 von LFD - dafür hatte der Teac zig Filterschaltungen, mit denen man die CD s sounden konnte und die Hochtonwiedergabe.

Was mir aber fehlte war die Räumlichkeit von Platte - die kriegte ich dann erst mit Röhren-CD Playern wieder - wie dem mechanisch sehr anfälligen Lector CD 7 MK 3.

Dafür hatten die Teile viel zu hohe und leider nicht justierbare Ausgangsleistung, was meine Sounding Gerätschaften hoffnungslos überforderte.

So wirklich angekommen und versöhnt mit Digital bin ich eigentlich erst seit 4 Jahren mit den RME Adi 2 FS DACs - und optionalen Zusatznetzteilen von Keces.

Daher kann ich bestens nachvollziehen, wie einem diese Härten fürchterlich den Spaß verderben können - insbesondere, wenn man sich wie ein Außerirdischer vorkommt - da die wenigsten Menschen das mitkriegen oder hören und einem erklären man bilde sich das ein.

Nur sensitive Leute kriegen das mit - ich denke manchmal das das sogar noch oberhalb des mechanisch hörbaren Bereichs stattfindet, was einen da runterzieht und alles klanglich "einfriert".

Headbanger

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Boah klingt das geil! Yeah!

01 Nov, 2022 08:13 19 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
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Hi Werner,


Weil du den RME DAC erwähnst: genau diese Art Härte habe ich damals auch beim Cay-Uwe gehört. Allerdings auch da nur bei wenigen Tracks und nur mit klassischer Musik. Nach dem Umstellen auf den NOS Modus war es dann weg.

Aber prinzipiell sind ja gerade auch E-Gitarren extrem kritisch und klingen auf vielen Anlagen einfach nur schrecklich. Da geht es aber offenbar um andere Frequenzen, denn z.B. AC/DC war auch ohne NOS Modus bei Cay-Uwe top.

Liebe Grüße

01 Nov, 2022 11:17 55 mannitheear ist offline Email an mannitheear senden Beiträge von mannitheear suchen Nehmen Sie mannitheear in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
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Hallo Manni,

ich hab die Erfahrung gemacht - beim Adi - daß das erste beigelieferte Netzteil zwar sehr gut ist, aber sich nicht mit jedem amp verträgt, ich meine Cay-Uwe hat da auch mal was berichtet, daß er es sogar weiter von den Röhrenamps wegstellen muß, sonst spratzelt es.

Bei meinem Emitter im Keller klang es ein wenig dünn/hell - wurde auch erst besser wenn ich da so ne fett geschirmte Via Blue Strippe dranhängte und etwas weiter vom Emitter Netzteil wegstellte. Alternativ eben den Nos Filter verwenden - das kostet aber wahrnehmbare Hochton infos!

Hab dann aber konsequent mehrere Keces 3 für meine Adis angeschafft -
seitdem geht es ab ohne wenn und aber - freue mich aber rieisig, daß da bald von RME ein Mega High End Netzteil kommt - den ersten Prototypen hatte ich schon zum Test hier und hier berichtet:

https://www.kellerkind-audioforum.at/thr...eadid=2502&sid=

Es sind so Kleinigkeiten, wie du schon recht selber bemerkt hast - die Musik so richtig rund laufen läßt und den Funken sprühen.

Headbanger

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Boah klingt das geil! Yeah!

02 Nov, 2022 08:34 40 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
 
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